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Daniel Fulda

Abstract

Komik zu erzeugen ist im 17. Jahrhundert das Geschäft des Wanderschauspiels mehr als aller anderen Theaterformen. Wichtigstes Medium dieses Theaters und seiner Komik ist der Körper, doch griffe es zu kurz, in ihm nur einen karnevalesken Störfaktor herrschender Ordnungen zu sehen. Wie an Christoph Blümels Juden von Venetien gezeigt wird, kann der komische Körper vielmehr auch integraler Bestandteil tableauhafter Figurenkonstellationen sein, welche die Dramaturgie des Stücks durchschaubar und Hier archien in der vorgestellten Gesellschaft sichtbar machen. Ein weiteres beliebtes Medium der Wanderbühnenkomik sind Verkleidungen; scheinbar paradoxerweise sollen auch sie Durchblicke schaffen.

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Aufklärung und Romantik

Epochenschnittstellen

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Freiheit und Zwang

Studien zu ihrer Interdependenz von der Aufklärung bis zur Gegenwart

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Der Band durchleuchtet das keineswegs einfach oppositive Verhältnis von Freiheit und Zwang, wie es sich seit der Formierung der Moderne in der Aufklärung entwickelt hat – politisch, philosophisch, anthropologisch, ästhetisch.
Freiheit und Zwang stellen nur auf den ersten Blick binäre Gegensätze dar. Das eine kann graduell und oft unmerklich in das andere übergehen, und beide sind ohne das jeweils andere nicht denkbar. Häufig stehen Freiheit und Zwang in einem – negativen oder positiven – dialektischen Verhältnis zueinander, in dem sie sich gegenseitig bedingen und steigern oder aber unterminieren. Oder sind Freiheit und Zwang in der Moderne sogar zunehmend ununterscheidbar geworden? Der Band verleiht diesem schillernden Vexierbild in vier Abteilungen Ordnung und Struktur: I. Politik und Ökonomie, II. Institutionen und Lebensführung, III. Physiologische Dimensionen, IV. Ästhetische Verhandlungen.
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Vertriebene Vernunft?

Aufklärung und Exil nach 1933

Der Begriff der Aufklärung und seine vielfältigen Wandlungen nehmen unter den ab 1933 Vertriebenen eine Schlüsselfunktion ein.
Die Vertreibung Andersdenkender durch das NS-Regime stellt einen Bruch dar, den Adorno und Horkheimer 1944 als logisches Resultat einer Dialektik der Aufklärung benannt haben. Aus der Sicht von Philosophie, Soziologie, Judaistik, Literatur- und Kulturwissenschaft geht der Band dieser Frage nach, indem er die Rezeption des historischen Epochenbegriffs und der überzeitlichen Aufklärungspraxis durch die Vertriebenen verklammert. Das historische Wissen um die im 18. Jahrhundert gelegten Grundlagen der Moderne macht ›Aufklärung‹ zu einem Gegenentwurf zum NS-Regime. Die Erfahrung eines historisch spezifisch verlaufenen Aneignungsprozesses von ›Aufklärung‹ in den schutzbietenden Gastländern (v.a. Frankreich und den Vereinigten Staaten) zwingt aber auch zur Auseinandersetzung mit dem historischen Erbe der Aufklärung. Soll ›Aufklärung‹ nicht zur Kampfparole verfallen, wird sie von den Vertriebenen mühevoll angeeignet und bewahrt.