Authors: Daniel HUBER and Daniel HUBER

Reflexes of Proto-Tai initial clusters *pl-, *ml-, *kl- show a rich array of forms across modem Northern Tai, and these forms are worth studying for their phonotactic patterns. These lenitions to pj-, mj-, kj-, or py-, my-, ky-, or eventual palatalizations to tʃ- in Northern Tai are not extensively discussed in the literature: Li (1977) offers some crucial data but with little analysis, Qin (1997) offers further data with a chronology of the changes. It is precisely Qin's chronology that this paper challenges. The paper offers a chronology that is more plausible based on Qin's data and cross-linguistic evidence as well as Northern Tai phonotactics.

In: Cahiers de Linguistique Asie Orientale
Belting, Boehm, Bredekamp, Burda
Author: Daniel Hornuff
Editor: Daniel Hornuff
Manche bezeichnen die Bildwissenschaft als neue Superdisziplin. Andere als puren Überfluss. Aber niemand kann sagen, für was die eine Bildwissenschaft steht – aus einem simplen Grund: Es gibt sie nicht.
Das Etikett Bildwissenschaft birgt unterschiedlichste Ziele und Methoden. Wer sie vereinheitlicht, verkennt ihre Möglichkeiten. Erst die Arbeit an ihren Differenzen profiliert Stärken und markiert Schwächen. Daher setzt das Buch vier Protagonisten der Bildwissenschaft in einen Widerstreit: Hans Belting, Gottfried Boehm, Horst Bredekamp und Hubert Burda. Der Kontrast ihrer Ansätze zeigt, dass das Entscheidende der Bildwissenschaften in ihrem Unterscheiden liegt.

Eine Kulturgeschichte
Author: Daniel Hornuff
Noch vor hundert Jahren galt sie als Phase voller Peinlichkeiten. Heute erscheint sie als Triumph: die Schwangerschaft. Dieses Buch betrachtet ihre Inszenierung und ihre wechselvolle Geschichte.
Daniel Hornuff skizziert die Karriere der Schwangerschaft, ihren Aufstieg zu einem öffentlichen Ereignis. Er berichtet von Spektakelföten und Modellschwangeren. Und er zeigt, welche Ideologien die Geschichte der Schwangerschaft geprägt haben. Was bedeutet es, wenn sich inzwischen jeder ein Bild vom Ungeborenen machen kann? Wenn Fötus-Partys gefeiert und Schwangerenbäuche wie Leinwände bemalt werden? Wenn also das Schwangergehen zu einer eigenen Kulturpraxis wird? Leben wir dann im Zeitalter des Pränatalismus?
Vittorio Alfieri und das republikanische Tragödienprojekt der Sattelzeit
Ausgehend von Alfieri setzt sich dieses Buch mit der Tragödie des 18. und frühen 19. Jh.s als aufklärerischem Projekt vor dem nationalen Einigungsprozess auseinander.
Im Prozess der Verbürgerlichung, nationaler Selbstvergewisserung, sich wandelnder Geschlechterbilder und aufkommender Genieästhetik wird die Tragödie diskursiv immer schärfer gegenüber anderen Gattungen abgegrenzt. Sie wird zur aufklärerischen und revolutionären Paradegattung und versinnbildlicht aus Sicht vieler Intellektueller die moralische Integrität und Stärke des Nationaltheaters und der Nation. Im Zentrum stehen Alfieri und andere aufklärerische bis postrevolutionäre italienische Tragödienautoren, u.a. Calzabigi, Maffei, Riccoboni, Salfi und Manzoni. Kontrastive Lektüren (Addison, Goldoni, Gottsched, Metastasio, Schiller und Voltaire) eröffnen eine europäische Perspektive.
Die Entgrenzung der Gewalt in kriegerischen Konflikten vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
Fast alle Gesellschaften haben sich bemüht, der organisierten Gewalt in Kriegen Grenzen zu setzen. Seitdem es Regeln für die Kriegführung gab, sind diese aber auch immer wieder gebrochen worden. Dabei kam es zu ungezählten Gewalttaten an meist Wehrlosen, die in das Kampfgeschehen im Frontbereich oder im Hinterland verwickelt waren. Der vorliegende Band befasst sich mit den von Kriegsbrauch oder Völkerrecht vorgegebenen Regeln für den Umgang mit feindlichen Soldaten und Zivilisten und mit ihrer Verletzung. Historikerinnen und Historiker aus sechs Ländern untersuchen - epochenübergreifend vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert - solche Norm- und Rechtsverletzungen. Ausgewählte Fallbeispiele machen deutlich, von wem, in welcher Form, unter welchen Umständen und aus welchem Anlass diese Grenzen jeweils überschritten wurden. Welche Taten sich von der als "normal" empfundenen Gewalt des Krieges abhoben, wird ebenso aufgezeigt wie die je nach Zeit und Umständen unterschiedliche Auffassung darüber, was denn überhaupt als "Kriegsgreuel" anzusehen sei.
Ernst von Salomon und der Soldatische Nationalismus
Diese Biographie Ernst von Salomons (1902–1972) zeichnet den Lebensweg eines der umstrittensten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts nach. Salomon verkörpert wie nur wenige die wilhelminische Jugend, welche nach 1918 eine Welt im Umbruch erfuhr. Die soziale Desintegration des preußischen Kadettenschülers steigerte sich nach Kriegserfahrung in den Freikorps zu einer erbitterten Feindschaft gegen die Weimarer Republik. Auch nach Haftstrafen aufgrund der Ermordung Walther Rathenauss blieb die antiliberale Geisteshaltung als weltanschaulicher Kompass für Ernst von Salomon bestehen. Das Psychogramm Salomons gibt Einblicke in die abgeschottete Welt der militanten Verschwörer der 1920er Jahre und die sozialen Mechanismen, welche nötig waren paramilitärische Kriegerbünde aufrechtzuerhalten. Terror und Gewalt waren hierfür ebenso Kennzeichen wie das Sehnen nach einem Leben in Funktion. So bleiben Salomons Romane Zeugen eines literarischen Projekts der antimodernen Moderne.
Für eine achtsame Neurowissenschaft. Aus dem Französischen von Daniel Creutz
Author: Michel Bitbol
Translator: Daniel Creutz
Dieses Buch greift die alte Frage auf, ob es möglich ist, das Bewusstsein auf einen neuronalen Prozess zu reduzieren. Der Leser wird nicht nur als rationaler Zuschauer in die Untersuchung einbezogen, sondern auch als Akteur, sofern er sich selbst an entscheidenden Punkten der Argumentation als bewusst wahrzunehmen vermag. Liegt der Schlüssel zu dem Rätsel nicht am Ende in der Evidenz, dass die Frage nach dem Ursprung des Bewusstseins ein Bewusstsein zum Ursprung hat?
Im Laufe dieser Untersuchung, die sich neben der Phänomenologie und der Metaphysik auf kontemplative Praktiken, die Neurowissenschaft und die Evolutionstheorie stützt, wird jede These über das Bewusstsein zwei bohrenden Fragen ausgesetzt: Für wen ist sie gültig und in welchem Bewusstseinszustand muss man sein, um sie zu vertreten? Ziel ist es nicht, Lehren (physikalistische oder dualistische), Analyseverfahren (objektive oder reflexive) und Forschungsrichtungen (physiologische oder introspektive) gegeneinander auszuspielen, sondern sie auf unterschiedliche existentielle Haltungen zurückzubeziehen, denen sie ihre Überzeugungskraft verdanken. Es zeigt sich, dass die kognitiven Neurowissenschaften einiges beizutragen haben, wenn es um reflexives Bewusstsein und Selbstbewusstsein geht. Das Bewusstsein als reine Erfahrung hingegen erschließt sich eher über Zen-Koans und die Philosophie (Husserl, Merleau-Ponty, Wittgenstein).
Eine Geschichte unserer Ohren
Author: Peter Szendy
Translator: Daniel Schierke
Peter Szendy legt mit seiner Studie eine Archäologie des musikalischen Zuhörens vor. Er schreibt eine Geschichte unserer Ohren und fragt danach, wie sie sich in der Vergangenheit verändert haben und welche neuen Möglichkeiten ihnen durch die technologischen Fortschritte im 21. Jahrhundert zur Verfügung stehen.
Szendys Archäologie ist zugleich eine Rechtsgeschichte. Insbesondere legt er in seiner Studie dar, inwiefern unser Zuhören von juristischen Auseinandersetzungen geprägt worden ist und seit wann die eigenmächtige Verwendung eines Musikstücks nicht mehr als Ehrerbietung, sondern als Diebstahl geistigen Eigentums gilt. Anhand einer Analyse verschiedener Musikprozesse des 19. Jahrhunderts fragt der Autor nach der Genese des Urheberrechts, das das Hören von Musik unmittelbar veränderte. Aus der Rekonstruktion dieser Prozesse entsteht ein Bild wechselseitiger Beeinflussungen von Musik und Recht. Der Leser wird mit Tatorten des Zuhörens vertraut gemacht und trifft dabei auf Beethoven, Wagner, Schumann, Liszt u.v.m., die ihm jedoch nicht als Komponisten, sondern als Zuhörer begegnen. So wird eine völlig neue Musikgeschichte geschrieben.
Zur kultur- und wissensgeschichtlichen Erforschung der musikalischen Körperkommunikation
Series: Trajekte

Abstract

A variety of factors influences the formation of hierarchical structures, and can include an altered aggressive state, an ability to physically dominate, and previous agonistic experience. Using male Orconectes rusticus, we tested the duration of the winner effect by varying the time between a winning encounter and a subsequent encounter by a 20, 40 or 60-minute interval. Varying the time between the two fights significantly altered the probabilities of initiating fight behaviour and of winning a fight. A crayfish with a 20-minute delay between its winning experience and its subsequent fight was significantly less likely to initiate fight behaviour and significantly more likely to win its next fight than was an animal whose next fight was delayed for 40 or 60 minutes. We then investigated whether the dynamics of this winner effect were influenced by perception of odour signals during agonistic interactions by blocking the chemo- and mechanoreceptors on the antennae and antennules to prevent reception of relevant cues communicating social status. Individuals fighting an opponent with this loss of sensory information were significantly more likely to initiate a fight, but then escalated at a slower rate to a higher fight intensity level. In addition, individuals had a decreased chance of winning an agonistic bout against an opponent deprived of sensory input from the antennae and antennules.

In: Behaviour