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Das deutsche Irlandbild

Imagologische Untersuchungen zur Darstellung Irlands und der Iren in der deutschsprachigen Literatur

Doris Dohmen

Heilige, edle Wilde oder Barbaren: Literarische Irlanddarstellungen aller Zeiten, die in eine übergreifende imagotype (deutsch-englisch-irische) Makrostruktur eingebunden sind, zeichnen sich durch eine eindeutige Polarisierung aus. Anders als eher thematologisch ausgerichtete Arbeiten analysiert diese Untersuchung vorhandene Irlandbilder in ihrer Genese, Entwicklung und Wirkung und leistet so einen Beitrag zur komparatistischen Imagologie. Ziel der Arbeit ist es nicht, konstatierte Irlandbilder, die durchaus eine objektiv nachweisbare Wirkung auf den außerliteratischen Bereich und die Rezeption von Literatur ausüben, im Sinne der Völkerpsychologie als wahr oder falsch zu klassifizieren. Am konkreten Beispiel Irlands wird vielmehr der Einfluß von Alteritätserfahrungen auf die Bildung literarischer Stereotypen sowie - umgekehrt - die Bedeutung von Literatur für die Wahrnehmung des Fremden, das immer in Abgrenzung zum Eigenen erfahren wird, nachgewiesen.