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In: Kosmos & Kontingenz

Abstract

Vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunktur des ‚Takts‘ nimmt der Beitrag den Begriff in den Schriften Theodor W. Adornos in den Blick. Eine Kontextualisierung in Adornos Gesamtwerk zeigt die Notwendigkeit einer Differenzierung des Begriffs in unterschiedlichen Zusammenhängen. Deutlich wird vor allem der Stellenwert des Takts für Adornos ästhetisches Denken, in dem der Begriff eine produktionsästhetische Kategorie markiert und das Vermögen des modernen Künstlers zu einer Formgebung bezeichnet, die Kontingenz als konstitutives Moment der Materialbeherrschung begreift. Als solcher wird der Taktbegriff in Adornos Kritik des Klassizismus bemüht, in der er den Punkt markiert, an dem der Widerstand gegen die Gewalt, die das Individuum durch die (Form-)Konvention erleidet, in die Fortsetzung der Gewalt durch das autonome Individuum umschlägt.

In: Sprache und Literatur
In: Sprache und Literatur
Athenäum – das ist die berühmte Zeitschrift der Brüder Schlegel. Der Name war zugleich Titel für ein Forschung- und Bildungsprogramm mit höchsten Ansprüchen. Insbesondere mit den philologischen, kritischen und philosophischen Arbeiten Friedrich Schlegels hat das Athenäum die Romantik begründet.
Das neue Athenäum macht Schlegels bahnbrechende Neuerungen für die aktuelle Forschung in Philologie und Medienkulturwissenschaft produktiv. Zugleich rückt von Friedrich Schlegel aus die ganze Romantik in den Blick: Literatur, Sprache, Kunst, Musik, Recht und Staat, Philosophie, Religion und Natur. Das Jahrbuch ist also interdisziplinär und übernational, offen für Sachwissen, Selbstreflexion und Irritation. Es enthält neben dem Editorial, das sich aktuellen Themen widmet und sie auf Überlegungen Friedrich Schlegels bezieht, neue Beiträge zur Schlegel- und zur Romantikforschung, die zuvor ein Peer-Review-Verfahren passiert haben müssen. Zudem bietet neue Funde, Diskussionen, Interviews, Features, Berichte und Experimente sowie einen Rezensionsteil.
Eine Gegengeschichte
Welche Verschiebungen und Wechselwirkungen erfahren die Konzepte des Kosmos und der Kontingenz in der Geschichte? Wie werden sie dargestellt? Und lässt sich hierin womöglich eine verborgene Tradition der Kosmologie freilegen?
Ausgehend vom antikem Lehrgedicht geht es darum, die wechselseitige Ausbildung von Kosmos- und Kontingenz-Konzepten historisch wie systematisch zu verfolgen. Das Projekt Kosmos und Kontingenz spannt dabei einen Bogen von der Kosmographie des mittelalterlichen Ordo-Denkens, über das mechanistische Universum der Aufklärung, bis hin zur radikalen Kontingenz in der Physik sowie den Avantgarden um 1900, welche die epikureische Kosmologie schließlich wieder evident werden lässt.
Mit Beiträgen von u.a. Étienne Balibar, Hartmut Böhme, Karin Harrasser und Helmut Müller-Sievers.