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Der Band enthält 13 Studien zum Schauspiel des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Dabei werden einerseits theoretische Betrachtungen, etwa zum Unterschied zwischen Osterfeier und Osterspiel oder zur Bedeutung der Musik für die Spiele, vorgelegt. Andererseits wird auf spezifische Spiele eingegangen, wie etwa auf das Heidelberger Passionsspiel von 1514, das Lübener Osterspielfragment, das älteste schwedische Spiel 'De uno peccatore', das Theophilusspiel, das Berliner Weihnachtsspiel von 1589 und Sebastian Brants 'Tugent Spyl'. Aber auch die Rezeption der Komödien des Terenz, die Entwicklung des Fasnachtspiels, das Puppenspiel in den Bearbeitungen des Maugis d'Aigremont sowie der Inseldiskurs und dessen Einfluss etwa auf Shakespeares 'The Tempest' werden behandelt.

Die Beiträge stammen von Bernd Bastert, Bart Besamusca, Cornelia Herberichs, Johannes Janota, Cobie Kuné, Tanja Mattern, Volker Mertens, Christian Moser, Arend Quak, Werner Röcke, Eckehard Simon, Clara Strijbosch und Elke Ukena-Best.

A fossil wood with features similar to those of the Oligocene Hovenia palaeodulcis Suzuki (Rhamnaceae) from Japan is described from the late Eocene Florissant Fossil Beds National Monument, Colorado, U.S.A. This is the first report of fossil wood of this Asian genus in North America and is further documentation of Tertiary exchange between East Asia and North America. The affinities of Chadronoxylon florissantensis, the most common angiosperm wood at Florissant, are reevaluated; its combination of features suggests relationships with two families in the Malpighiales, the Salicaceae and Phyllanthaceae. Chadronoxylon is compared with Paraphyllanthoxylon Bailey. The Eocene P. hainanensis from China has notable differences from the original diagnosis of Paraphyllanthoxylon, but shares features with Chadronoxylon warranting transfer of P. hainanensis to Chadronoxylon and the creation of Chadronoxylon hainanensis (Feng, Yi, Jen) Wheeler & Meyer, comb. nov.

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In: IAWA Journal

Abstract

The former Cistercian convent of Wienhausen in Lower Saxony contains a unique collection of miniature-manuscripts from the 14th till 16th century. These little and on first sight unimpressive booklets – most of them comprise no more than a few folia – have drawn little scholarly attention as a group. When studied, scholars were mainly interested in their content (prayers etc.), but less in their material distinctiveness, namely the very small size and the fact that a relatively large number of these booklets has been preserved. Most of these booklets contain Latin texts, demonstrating the high educational level of the cloistered women, but also showing that Latin is the language of divine vicinity. Using the example of the Wienhäuser Manuscript 80 we suggest that the women made those little booklets from the blank folia-margins of discarded larger parchment manuscripts. The use of scraps probably offered a possibility for the women to produce booklets for their very personal use and belongings aside from all other manuscripts for daily devotional practices. We suggest that the meaning of the small booklets lays not only or primarily in the texts, but also in the objects themselves, their tininess and the fact that the women made and owned them. A future dna-analysis could throw light on the relation between these tiny scrap booklets and other preserved manuscripts from the convent.

In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik
Realitäten - Imaginationen
Schwertkampf, Blutrache, Folter – es sind Bilder voller Grausamkeit und Drastik, die dem ›dunklen‹ Mittelalter anhaften. Doch wie verhalten sie sich zur realen Gewaltpraxis der Epoche? Welchen Status besass physische Gewalt für die verschiedenen Gruppen der mittelalterlichen Gesellschaft? Und wie imaginierte das Mittelalter selbst seine Gewalt? Eine Geschichte der Gewalt des Mittelalters lässt sich nicht einfach den Text- und Bilddokumenten entnehmen, denn diese folgen bestimmten Darstellungskonventionen. Ein adäquates Verständnis mittelalterlicher Gewaltpraxis setzt die Kenntnis jener Vorstellungen und Phantasmen voraus, die ihre Akteure – Fehdeherren, Kreuzfahrer, Geissler – zu Akten der Gewalt gegen sich und andere angetrieben haben. Im interdisziplinären Zusammenwirken von Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte und Ethnologie entfaltet das Buch eine neue Geschichte der mittelalterlichen Gewalt.
Zeigen und Verbergen von Geschichte in der Kunst
Series:  dynamis
Der Rückgriff auf historische Kunstformen offenbart für manche, wie etwa Gehlen (1974), sowohl den bedauernswertenVerlust von Innovation wie den von Geschichtlichkeit und Geschichte. Die Beiträger¬_innen des vorliegenden Bandes schließen sich dieser Klage nicht an.
Vielmehr gilt es in Anlehnung an jüngere Forschungen zu prüfen, in welchem Maß der postulierte Verlust von Innovation und Geschichte tatsächlich zutrifft und mit welchen Argumenten sich der Behauptung widersprechen lässt. Die Beiträge gehen diesen Fragen nicht nur an Beispielen der zeitgenössischen Kunst nach. Die Problematik wird vielmehr historisch verlängert, indem auch Auseinandersetzungen der modernen und vormodernen Kunst mit ihren sogenannten Vorbildern berücksichtigt werden. So ermöglichen die hier versammelten Beiträge, eine Gegenthese zu formulieren: da Kunst stets retrograd referenziell verfährt und daraus ihre Innovation resultiert kann sie gar nicht geschichtslos sein kann.
Intuition ist ein Glücksfall für Künstler, wird von kühlen Rationalisten aber abgelehnt. Doch was genau ist Intuition?
Intuition wird als plötzlich sich einstellendes, umfassendes Wissen verstanden, als eine Erkenntnisform, die auf anderen Denkprozessen basiert. Diese andere Form des Denkens, eine von der analytischen Rationalität abweichende »Vernunft«, ist angesichts der aktuellen Einsicht in die Unzulänglichkeiten rein rationaler Konzepte und mechanistischer Menschenbilder als komplementäre Erkenntniskraft von zentralem Interesse.
Als Ressource, die es zu nutzen gilt, wurde die Intuition längst entdeckt. Diese Entdeckung führt jedoch nicht nur zur Wiederkehr, sondern auch zur Verflachung des Begriffes »Intuition«, der diskursgeschichtlich eine ebenso wechselhafte wie einflussreiche Geschichte hat.