Search Results

You are looking at 1 - 10 of 37 items for

  • Author or Editor: Gabriella Gelardini x
  • Search level: All x
Clear All

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans

Abstract

Die vorliegende Untersuchung knüpft an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind dabei aber nicht nur die „politische Theologie“ und die ideologischen Macht- oder Herrschaftsdiskurse im Markusevangelium, sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, die oft von desaströsen (Bürger)Kriegen begleitet waren, wie etwa auch beim Übergang von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.

Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie galt es zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nachzuzeichnen, nicht allein auf der Basis des Werks von Josephus, sondern auch unter Einbezug zeitnaher antiker Historiker und erstmals auch Militärhistoriker. Dies erfolgte in der Absicht, die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, an den Evangelientext heranzutragen, um vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen – nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts“ – in der Erzählung vom Herrschaftsantritt des davidisch-messianischen Protagonisten Jesus Christus festzustellen.

Solche Inkodierungen liessen sich nicht zuletzt auch auf lexikalischer Ebene feststellen; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Zudem konnte das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert werden, so dass keine markinische Szene übrigbleibt, die sich nicht in den Kontext dieses ersten jüdisch-römischen Kriegs einordnen lässt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärisch Niederlage, interpretiert man Jesu Tod aber konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schliessen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In: Christus Militans
In the collection entitled Deciphering the Worlds of Hebrews Gabriella Gelardini gathers fifteen essays written in the last fifteen years, twelve of which are in English and three in German. Arranged in three parts (the world of, behind, and in front of Hebrews’s text), her articles deal with such topics as structure and intertext, sin and faith, atonement and cult, as well as space and resistance.

She reads Hebrews no longer as the enigmatic and homeless outsider within the New Testament corpus, as the “Melchizedekian being without genealogy”; rather, she reads Hebrews as one whose origin has finally been rediscovered, namely in Second Temple Judaism.