Search Results

Author: Georges Goedert
In: Perspektiven der Philosophie
Author: Georges Goedert

Zusammenfassung

Wir begegnen einer Gerechtigkeitstheorie in einem liberalen und zugleich philosophischen Rahmen. Gerechtigkeit als Grundlage unserer westlichen Wohlfahrtsstaaten! Rawls, ein Kontraktualist, begründet sie dank eines Vertrags ganz eigener Art, funktionell, nicht genetisch. Die Unterscheidung von Freiheiten, die uns der Rechtsstaat garantiert, und der materiellen Güter ist grundlegend. Die Ungleichheit bedarf einer Rechtfertigung unter zwei Bedingungen: für alle erreichbar sein und nützlich für alle. (Differenzprinzip) Keine übergeordneten Regeln sind bestimmend, nur die Vernunft und der Zustand der Verfassungswähler. Somit gäbe es ein auf volle Gleichheit ausgerichtetes Verteilungsprinzip für das Immaterielle und ein mit Ungleichheit behaftetes für die materiellen Güter. Zuerst muss rechtliche Gleichheit herrschen, dann erst erfolgen die unvermeidlichen sozialen und ökonomischen Ungleichheiten, die nur unter bestimmten Voraussetzungen als gerecht angesehen werden können. Die Gerechtigkeit unterliegt hier Bedingungen, unter denen wohl das Differenzprinzip am meisten hervorsteht.

In: Perspektiven der Philosophie
In: Perspektiven der Philosophie
Author: Georges Goedert

Zusammenfassung

Wilhelm von Humboldt, Diplomat und Wissenschaftler in einer Person, richtet sein Augenmerk besonders auf die Beziehung zwischen Staat und Bürger. Seine Hauptthese: Die Regierung hat nicht für das Glück und Wohl ihrer Bürger Sorge zu tragen. Jeder Einzelne kümmert sich um sich selbst, und zwar in völliger Freiheit. Das Glück liegt für Humboldt in der Tätigkeit, nicht im Besitz. Der Staat soll sich nicht in das Leben des Einzelnen einmischen. Tut er es dennoch, überschreitet er seine Grenzen und verursacht mehr Schlechtes als Gutes für den Einzelnen. Das Endziel des Staates ist der individuelle Nutzen. Was dem Wohl des Einzelnen nicht entspricht, muss der Staat vermeiden. Nur unter diesen Bedingungen vermag der Einzelne zu einem kreativen individuellen Wesen heranzuwachsen und so zur vollen Entfaltung seiner selbst gelangen.

In: Perspektiven der Philosophie