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In: Zeitschrift für medizinische Ethik

In einer alternden Gesellschaft führen die steigende Lebenserwartung und der medizinische Fortschritt zu einer Häufung von chronischen Krankheiten und Behinderungen im letzten Lebensabschnitt. Aus diesem Grund gewinnt die Möglichkeit des Suizids an Aktualität und stößt auf ein erhöhtes öffentliches Interesse. Demenzerkrankungen zählen zu den Gebrechen des höheren Lebensalters, die als Motiv für Selbsttötung oder assistierten Suizid grundsätzlich in Frage kommen. Epidemiologische Prognosen lassen keinen Zweifel daran, dass die Zahl der Patienten mit Demenz in den kommenden Jahrzehnten dramatisch ansteigen wird. Häufig wird die Diagnose in einem Krankheitsstadium gestellt, in dem die Suizidgefahr besonders hoch ist. Deshalb erwarten wir, dass der drohende Suizid bei Patienten mit beginnender Demenz künftig in nervenärztlichen Praxen keine Seltenheit mehr sein wird. Anhand eines Beispiels stellen wir die medizinischen und ethischen Entscheidungen dar, die sich in dieser besonderen Form der suizidalen Krise stellen, und versuchen, Empfehlungen für ein angemessenes ärztliches Handeln daraus abzuleiten.

In: Zeitschrift für medizinische Ethik

Die Alzheimer-Krankheit stellt die häufigste Ursache für eine Demenz dar. Klinische Symptomatik, das Profil der neuropsychologischen Defizite und der Verlauf sind relativ typisch. Standardisierte neuropsychologische Tests und bildgebende Untersuchungen erleichtern die Diagnostik und die differentialdiagnostische Abgrenzung. Die medikamentösen Therapieoptionen sind bisher auf symptomatische Behandlung begrenzt, kausale Behandlungsstrategien stehen noch nicht zur Verfügung.

In: Zeitschrift für medizinische Ethik

Wir berichten über eine 79-jährige Patientin, bei der nach drei Synkopen multilokuläre Meningeome entdeckt wurden, die neurochirurgisch entfernt werden sollten. Präoperativ erlitt die Patientin einen ischämischen Hirninfarkt und wurde verwirrt. Die weiterführende Diagnostik ergab Hinweise auf eine gemischte vaskuläre und neurodegenerative Demenz. Wegen der Multimorbidität und der ungünstigen Prognose wurde daraufhin von einer Operation abgesehen. Dies wirft die Frage auf, ob und wie weitgehend Verwirrtheitszustände oder andere Psychosen behandelt werden sollen, wenn der Patient dadurch zur Einsicht in eine möglicherweise unabwendbare und infauste Erkrankung gezwungen wird, ohne selbst hinsichtlich Wissen- oder Nicht-Wissen-Wollen mit entscheiden zu können.

In: Zeitschrift für medizinische Ethik