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Holger Böning

Die handschriftlich vervielfältigten Zeitungen informierten schon im 16. Jahrhundert einen kleinen Kreis von Beziehern über die wichtigsten politischen Entwicklungen. Sie können als das erste Medium in der Geschichte des Nachrichtenwesens gelten, das regelmäßig im Wochenabstand über das Weltgeschehen unterrichtete. Für die erste Zeitung der Welt in Straßburg wie für eine Reihe von weiteren Zeitungsgründungen ist nachweisbar, dass aus den geschriebenen Wochenzeitungen gedruckte entstanden. Somit ging von diesem Medium die Initialzündung für die Entstehung der gedruckten Zeitung aus. Gleichzeitig begannen fast zwei Jahrhunderte der Koexistenz von altem und neuem Medium, ein Verhältnis, das zugleich ebenso von Konkurrenz geprägt war. Der Beitrag befasst sich mit den Wirkungen, die von der gedruckten Zeitung auf die handgeschriebene ausgehen, bestimmt die wesentlichen Charakeristika der geschriebenen Zeitung, fragt nach ihren Verfassern und Lesern sowie nach ihrer Rolle im Gesamtsystem des frühneuzeitlichen Nachrichtenwesens.