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Series Editor: Claudia Lillge
Editorial Board / Council Member: Bernd Stiegler, Isabella von Treskow, and Franz-Josef Deiters
Arbeit in der Filmkomödie von den Lumières bis Chaplin
Series:  vita activa
Während der Stummfilmära scheint sich die Komödie am Thema Arbeit abzuarbeiten. Mit der Untersuchung dieses Phänomens, das in Anbetracht der weitgehenden Absenz der Arbeit im Tonfilm als besonders spannend gelten kann, wirft das Buch neues Licht auf ein altes Genre.
Charlie Chaplin etwa karikiert die Arbeit am Fließband, René Clair persifliert Parallelen zwischen Arbeit und Gefängnis, F.W. Murnau stellt die Verschmelzung von Arbeit und Identität als grotesk dar, King Vidor führt die Arbeit in der Filmindustrie ad absurdum. So offensichtlich es ist, dass die Stummfilmkomödie ein überaus produktives Verhältnis zum Arbeitsmotiv unterhält, so sehr verwundert es, dass kaum Erkenntnisse zum Themenkomplex existieren. Die Studie beleuchtet daher den genuinen Zu-sammenhang zwischen Arbeit und Komik. Inwiefern machten Chaplin, Keaton, Lloyd u.a. Aspekte der Arbeit für das Lachen nutzbar? Aus welchen Gründen war die Vorgehensweise so attraktiv für die Stummfilmästhetik?
Eine Literatur- und Mediengeschichte Großbritanniens
Series:  vita activa
Author: Claudia Lillge
Arbeit ist nicht allein ein britisches Thema, wohl aber eines, das mit der britischen Geschichte in besonderer Weise verbunden ist. Die Pionierrolle, die Großbritannien in der Industrialisierung zukam, die markante Herausbildung einer working class, die bewegte Historie einer über lange Zeit enorm wirkmächtigen Arbeiterbewegung sowie die charakteristische Architektur vormaliger Arbeiterquartiere verweisen darauf, dass Großbritannien ebenso facettenreiche wie außergewöhnliche Kulturen der Arbeit ausgebildet hat. Effekt und zugleich Teil dieser Kulturen ist eine reiche Tradition der literarischen und medialen Einlassung, die das Thema Arbeit zu ihrem Gegenstand wählt. Lillges Buch stellt ästhetische Repräsentationen von Arbeit vor, die das 20. und frühe 21. Jahrhundert hervorgebracht haben, und exploriert, mit welchen medienspezifischen Verfahren diese operieren. Damit nähert es sich – im Sinne Raymond Williams’ – einer structure of feeling von Arbeitswelten an, der zumal die Künste Sichtbarkeit verleihen.
Der Band erschließt historische Semantiken von Arbeit und Müßiggang. Er verfolgt, wie diese in der Romantik realisiert, erprobt und weiterentwickelt werden.
Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist für den modernen Arbeitsbegriff von großer Relevanz. Literatur und Künste bringen in die Auseinandersetzung um die Arbeit spezifische Anregungen ein, weil sie sich nicht auf die aufklärerische Gegenüberstellung von positiv bewerteter Arbeit und negativ bewertetem Müßiggang reduzieren lassen. Häufig werten sie das ›Andere‹ des tätigen Lebens auf oder operieren mit Überblendungen zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit. Der Band erkundet die kultur-, sozial- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen dieser Thematik. Er sucht die von den Romantikern bevorzugten Inszenierungsräume von Arbeit und Müßiggang auf und schafft Begegnungen mit romantischen Figuren, die als Fleißige, Faulpelze, Künstler, Taugenichtse, Wanderer oder Mittagsschläfer die imaginierten Welten bevölkern.