Search Results

You are looking at 1 - 10 of 30 items for

  • Author or Editor: Jens Kertscher x
  • Search level: All x
Clear All
In: Sprache, Wahrnehmung und Selbst
In: Lebensform und Praxisform
In: Praxis und ›zweite Natur‹
In vielen Bereichen unseres Lebens stellen sich heute drängende moralische und gesellschaftspolitische Fragen: In der medizinischen Forschung, in der Arbeitswelt, im Umgang mit den Medien. Das Bedürfnis nach grundsätzlicher ethischer Orientierung in diesen sensiblen Fragen wird immer lauter, und die Einsetzung eines nationalen Ethikrates ist ein unmittelbarer Reflex dieses Bedürfnisses. Die zwölf Beiträge dieses Buches greifen viele der aktuellen Probleme auf und reflektieren sie vor dem Hintergrund ethischer Theorien: Medizinethische Probleme (Klonen, Ethik im Krankenhaus, Einsatz von Technik u.a.) und medien- und umwelttechnische Fragen werden ebenso behandelt wie Gerechtigkeitsfragen in der Ökonomie. Mit Beiträgen von: Ulrich Arnswald, Dieter Birnbacher, Wilhelm Beermann, Gerhard Gräber, Jens Kertscher, Angelika Krebs, Weyma Lübbe, Jeff Malpas, Reiner Manstetten, Günter Ropohl, Hans-Martin Sass, Helmut F. Spinner, Anja Weiberg.
Begründungsfiguren normativer Wirklichkeit in der Diskussion
Mit dem Begriff der zweiten Natur ist der Gedanke einer Natürlichkeit angesprochen, die Menschen in einer einheitlichen, belebten Natur verortet und sie zugleich grundsätzlich von allen anderen Lebewesen unterscheidet. Die bis auf Aristoteles zurückgehende Tradition dieses Gedankens hat in den vergangenen zwanzig Jahren, angeregt durch Diskussionen über den objektiven Status von Sittlichkeit und Moral und ihr Verhältnis zur menschlichen Lebensweise, eine Renaissance erlebt. Unterdessen wird die Figur der zweiten Natur in ganz unterschiedlichen philosophischen Richtungen kontrovers diskutiert: Führt die Rede von der menschlichen Natur nicht in den überwunden geglaubten Essenzialismus zurück? Können vernachlässigte Fragen der normativen Ethik wie die nach der Rolle von Bildungs- und Sozialisationsprozessen mit Verweis auf die »zweite Natur« besser gestellt, oder nur umformuliert werden? Bietet das Konzept der »zweiten Natur« eine Alternative zu anderen Grundbegriffen der praktischen Philosophie bzw. einer Praxisphilosophie im weitesten Sinne: Praxis, Geschichte, Leben oder Kultur, die allesamt antreten, um überkommene Dualismen zu überwinden?
Performativität bezeichnet in den Kulturwissenschaften ein neues theoretisches Modell. Es löst nicht die inzwischen klassischen Fragestellungen des Symbolischen und der Medialität oder des Mediums ab, sondern ergänzt sie. In die Debatten um Repräsentation und Darstellung, um Sinn, Verkörperung und Technik trägt es die Gesichtspunkte der Präsentation und Aufführung, des Vollzugs und der Setzung ein. Performativität markiert so die Seite der Handlung, des Aktes und betont damit die sich dem Paradigma des Diskurses, der Schrift und des Textes entziehenden Momente der Singularität, der Nichtwiederholbarkeit und des Ereignisses. Die verschiedenen Beiträge u.a. von Erika Fischer-Lichte, Simon Crichtley, Sybille Krämer, Matthias Kross, Alex Demirovic und Gerhard Gamm kreisen dabei um Aspekte des Performativen in Theater, Kunst, Sozialwissenschaft, Mathematik, Naturwissenschaft, Literatur, Sprachphilosophie und Rhetorik.
In: Praxis und ›zweite Natur‹
In: Praxis und ›zweite Natur‹
In: Praxis und ›zweite Natur‹
Jüngere Philosophien des Handelns und der Praxis erklären die Normativität des Handelns damit, dass unsere individuellen Akte und Vollzüge in eine gemeinsame, überindividuelle Praxis eingebettet sind. Zuletzt erklärt sich – so die These – die Form und Normativität unseres Handelns durch seinen Ort und seine Funktion in der menschlichen Lebensform. Die Beiträge des Bandes gehen diesem Erklärungsvorschlag nach und loten, gruppiert zu drei Schwerpunkten, Reichweite und Schwierigkeiten aus: 1. Wie hängen (individuelles und gemeinsames) Handeln und praktisches Denken zusammen? Was ist der Status objektiver, handlungsleitender Normen und Gründe im praktischen Denken und für das praktische Denken? 2. Sollte »Praxis« als Konstitution oder als Form verstanden werden, wenn sie dem Handeln einerseits vorausgeht und andererseits – als eine »zweite« menschliche »Natur« – durch es gestützt und geformt wird? 3. Wie verändert der Bezug auf die Form und den Vollzug menschlichen Lebens diese Fragen? Der Band öffnet so neue Perspektiven in einer erst beginnenden philosophischen Debatte im Grenzgebiet von Handlungstheorie, Praxisphilosophie und Metaethik.