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  • Author or Editor: Johannes Häfner x
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Die Engel im Christentum in Gegewart und Geschichte
Die Bereitschaft, an Geistwesen zu glauben, nimmt in der jüngeren Vergangenheit stark zu – der Gottesglaube hingegen ab. Das Buch legt dar, wie Engel heute in der Philosophie, in der Esoterik (Spiritismus) und der Kommunikationstheorie in verfremdeter Form weiterleben. Die Entwürfe der großen Theologen Rahner und Barth haben Mitte des 20. Jahrhunderts noch versucht, moderne Weltsicht und Glaube an überirdische Wesen zu versöhnen. Sie antworten damit auf die Abschaffung der Engel in der Aufklärung (Kant und Schleiermacher) als unnötiges, abergläubisches Beiwerk. In den theologischen Werken des Mittelalters (Thomas, Hildegard) nahm die Engellehre mehr Raum ein als alle Ausführungen zu den übrigen Kreaturen. An den Engeln wurde die Frage nach einer idealen Schöpfung behandelt, zugleich aber zu phantastisch anmutenden Systemen ausgearbeitet. Die Basis hierfür waren die Lehren des Augustinus. Das NT schöpft vor allem aus zwei Vorstellungskreisen, den Mittlergestalten der Henochbücher und dem Gottesboten aus Genesis. Das frühe Christentum (Gnosis, Origenes) musste sich erst klar werden, welche Rolle Engel im Verhältnis zu Christus spielen, den man zeitweise für Michael hielt. Vor allem der Hebräerbrief bezieht hier Stellung, dass der Gottessohn über den Gottessöhnen steht. Das Buch vertritt die These, dass im Christentum der Glaube an einen Hochgott immer von der Vorstellung nichtgöttlicher Transzendenzen begleitet war und dass dies gute theologische Gründe hat.
Nicht nur in den kolonialen Macht- und Handelszentren, auch in der Provinz prägte die Wahrnehmung des Kolonialen den Alltag. So hat die deutsche Kolonialzeit auch in Westfalen und Lippe Spuren hinterlassen: Denkmäler und Straßen ehren koloniale Akteure, ethnographische Objekte in Museen erzählen von „exotischen“ Welten. Doch zwischenkolonialer und regionaler Geschichte gibt es noch viele weitere, bislang wenig beachtete Bezüge. Die Autorinnen und Autoren dieses mit zahlreichen Illustrationen versehenen Bandes stellen Aus- und Rückwirkungen des Kolonialismus auf das Leben in der westfälischen und lippischen Provinz vor: Die Verflechtungen westfälischer Städte mit dem kolonialen Handel, eine kritische Aufarbeitung von Biographien und Netzwerken kolonialer Akteure, die exotisierende und rassifizierende Zurschaustellung von Menschen sowie den Umgang mit Erinnerungsorten und Sammlungen.
Athenäum – einst die berühmte Zeitschrift der Brüder Schlegel – steht inhaltlich wie stilistisch für höchste Ansprüche. Insbesondere mit Friedrich Schlegels philologischen und philosophischen Arbeiten hat das Athenaeum die Romantik begründet. Im Athenäum wird Schlegels Impuls für Philologie und Kulturwissenschaften aufgenommen und für die heutige Forschung produktiv gemacht. Über Friedrich Schlegel hinaus rückt die ganze Romantik in den Blick. Die Struktur des Jahrbuchs ist interdisziplinär, sein Stil liberal und agonal.

Aus dem Inhalt:
Heinrich Bosse: Das Dispositiv der Bildung in Jena
Matthias Buschmeier: Spätromantische Interventionen. Friedrich Schlegels Kulturpolitik nach 1809
Britta Herrmann: Für eine wahrhaft deutsche Kunst und Rede. Friedrich Schlegel und Adam Müller
Günter Oesterle: Der Tanz als »untergeordnete Kunst« oder als »Zentrum« und Erneuerer aller Künste
Héctor Canal Prado: Übersetzungen August Wilhelm Schlegels aus dem Spanischen
Monika Tokarzewska: Friedrich von Hardenbergs ›moralische Astronomie‹