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In: Die Fortschrittsfalle der Medizin - Wie viel Gesundheit können wir uns leisten?
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Im mittelalterlichen System der «artes» nahm die Medizin nur den Rang einer «mechanischen» Kunst ein. Diese Degradierung der Heilkunde wurde durch vielfältige Kritik am ärztlichen Beruf gefördert. Christliche Autoren argumentierten, die Medizin schöpfe aus heidnischen Quellen. Später stützten sich die Kritiker gerade auf antike Autoren wie Cato oder Plinius, welche die Notwendigkeit des Arztberufs bestritten hatten. Vielerorts galten Krankheiten als Gottesstra-fen, ihre Heilung als Anmassung. Verteidigungsschriften wie das Lorscher Arzneibuch des 8. Jahrhunderts lassen weitere Kritikpunkte der Gegner rekonstruieren. Auch im islamischen Kulturkreis waren die Arzte vielfach Angriffen ausgesetzt. Im 12. Jahrhundert zeigte sich im Westen auch Unzufriedenheit mit dem neuen, an der Universität ausgebildeten Arzttypus, der sich auf die scholastische Tradition berief und in den Augen der Gegner die Praxis vernachlässigte. Dieser intellektuelle ((Arzt- Philosoph» wurde auch von konservativeren Kollegen wie Guido von Arezzo angefeindet.

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In: Gesnerus
In: Die Fortschrittsfalle der Medizin - Wie viel Gesundheit können wir uns leisten?
In: Handgebrauch
In: Das Auge und die Theologie