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In: Herrlichkeit
In: Wozu Fundamentaltheologie?
In: Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart
In: After the Soviet Empire
Sinnlose Zeit besiegen im Zeitalter grenzenloser Kommunikation
Die Menschen unserer Gesellschaft haben in Tempo investiert und die Rendite der Langsamkeit aus den Augen verloren. Wir gehören mehr und mehr zur Spezies, die sich täglich neu erfindet, auf biografische Festlegungen verzichtet, jede Gelegenheit beim Schopfe packt. Seit es Smartphones gibt, hat sich das Verhältnis von Zeit und Raum noch einmal radikal verändert.
Es geht nicht darum, ob wir Teil der mobilen Kommunikationsgesellschaft sein wollen, sondern wie es dem einzelnen gelingt, Kommunikationsanforderungen der Umwelt und eigene Konzentrations- und Ruhebedürfnisse in Einklang zu bringen. Ratgeber über die Lebenskunst füllen ganze Bibliotheken: von der Achtsamkeit, dem Innehalten und der Gelassenheit bis hin zur Meditation, Spiritualität und Transzendenz. Es ist für jede und jeden etwas dabei – nur wählen müssen wir und es auch umsetzen. Klaus-Dieter Müller will Wege ebnen für mehr Unabhängigkeit und weniger Fremdbestimmung im Zeitalter der digitalen Kommunikation.
Hans Christian Andersens Materialästhetik
Wer die Collagenbücher von Hans Christian Andersen betrachtet, wird sich unwillkürlich an dadaistische Arbeiten erinnert fühlen. In der Studie wird dieser Bezug genutzt, um der erstaunlichen Modernität nachzugehen, die auch die Märchen des dänischen Autors auszeichnet.
Andersen entwickelt im Rahmen seiner Märchen eine überraschend frühe Material- und Produktionsästhetik. Dies äußert sich vor allem in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem komplexen Phänomen Buch, die für waren- und dingtheoretischen Reflexionen sowie eine eigenständige Theorie des Lesens genutzt wird. Insgesamt trägt die Studie dazu bei, neues Licht auf eine vermeintlich bekannte Autorschaft werfen. Mit der Aufmerksamkeit für die modernen Techniken des Bild- und Buchdrucks der 1830er-1850er Jahre und die frühe Geschichte des Schreibinstruments Schere widmet sich die Arbeit aber einer Zäsur in der Genealogie des Schreibens.