Search Results

You are looking at 1 - 10 of 29 items for

  • Author or Editor: Kurt Röttgers x
  • Search level: All x
Clear All
Author:
Lineaturen sind Formalstrukturen, in die sich Texte einschreiben. In welche Lineaturen schreibt sich der Text der Geschichte(n) ein? Die Untersuchung geht aus von der Entwicklung eines für die Geschichte angemessenen Zeitbegriffs (Kap. 1) und einem Begriff des kommunikativen Textes (Kap. 2). Aus beidem ergibt sich eine narrativistische Geschichtskonzeption (Kap. 3, 4). Diese wird mehrfach erprobt an für den Narrativismus kritischen Problemen: dem Schweigen (der Geschichte) (Kap. 3), dem Problem der Erzählbarkeit gelebten Lebens (Kap. 6) oder der unmittelbaren Gegenwart (Kap. 8). Gewonnen wird dabei einerseits der Begriff eines Rhythmus der Geschichte (Kap. 5). Andererseits ergeben sich Spezifizierungen der für die Geschichte eigentümlichen Kontinuitätsvorstellungen (Kap. 9, 11) sowie eine Abgrenzung der Geschichtszeit von der Handlungszeit (Kap. 7). Schließlich wird diese Beschreibung einer narrativistischen Lineatur der Geschichte methodisch abgegrenzt von den Sozialwissenschaften (Kap. 10) und der Ethik (Kap. 13). Das vorletzte Kapitel behandelt das Ende der Geschichte.
In: Realitätskonzepte in der Moderne
In: Theorien des Dritten
In: Michel Serres
In: Michel Serres
Die Hoffnung, durch Erinnerung an die Opfer der Vergangenheit künftigen Gewaltereignissen vorbeugen zu können, scheint sich nicht erfüllt zu haben. Auch das 21. Jahrhundert hat mit kollektiver Verfolgung und Gewalt begonnen. In den Analysen dieser Gewalt ist die Rede von 'ethnischer Säuberung' oder von Gesellschaften, die den Status der 'modernen, zivilisierten Welt' noch nicht erreicht haben. Haben sich die Wissenschaften den Herausforderungen, die von kollektiver Gewalt, von Krieg und Genozid ausgehen, wirklich gestellt? Wie läßt sich eine analytische Sprache finden, die Verletzungen nicht überdeckt, sondern sie spürbar werden und bleiben läßt? Wie kann die historische Quellenanalyse der Gefahr entgehen, die durch die Sprache übermittelten Identitäts- und Geschichtsmuster völkisch-nationaler, rassistischer oder anderer ausschließender Mentalitätsfiguren weiterzutragen? An welche Muster der Rede schließen wissenschaftliche aber auch literarische Codierungen kollektiver Gewalt an? Welche Konzepte und Perspektiven muß eine interdisziplinäre Gewaltforschung entwickeln, um einen analytischen Zugang zu verschiedenen Tätergesellschaften zu ermöglichen, ohne die Singularität der einzelnen Opfer zu relativieren? Die Beiträge des interdisziplinär angelegten Bandes gehen diesen Fragen aus der Perspektive der Geschichts- und Sozialwissenschaften, der Literaturwissenschaft, Philosophie, Psychologie und Psycholinguistik sowie der Medienwissenschaften nach. Aus dem Inhalt CLAUS-EKKEHARD BÄRSCH: Gewalt und der Genozid gemäß der politischen Religion Adolf Hitlers MEDARDUS BREHL: Krieg der Codes CATHY CARUTH: Re-Präsentation und Referenz: Der Name des Überlebenden PETER GENDOLLA: Gewalt/Simulationen. Vom Nutzen und Nachteil der Modelle für das Leben ROBERT HETTLAGE: Gewalt und Ehre LUCIAN HÖLSCHER: Gewalt als historische Herausforderung und als Herausforderung für die Wissenschaften MONA KÖRTE: Modalitäten des Ästhetischen BURKHARD LIEBSCH: Sprechende Gewalt PETER LONGERICH: Öffentlichkeit und kollektive Gewalt ERIC MARKUSEN: Genozidpolitik WOLFGANG MÜLLER-FUNK: Codierungen des Nicht-Sprechens und des Nicht-Sprechen-Könnens KRISTIN PLATT: Wissenschaft und Perspektive NIGEL RAPPORT: Über jene, die mit der Verbrennung von Büchern beginnen. KURT RÖTTGERS: Spuren der Macht und das Ereignis der Gewalt JÜRGEN STRAUB: Unverlierbare Zeit, verkennendes Wort. Nach der Shoah. Sekundäre Traumatisierung der 'Zweiten Generation' LILIANE WEISSBERG: Deutlich sichtbar
Wolkenformen in ihrer Variabilität und Beweglichkeit laden dazu ein, als ,Bilder' von allerlei Wesen und Erscheinungen betrachtet zu werden. Sie lösen Assoziationen aus, reizen die Phantasie. Indem sie Gott oder die Götter verhüllen, verweisen Wolken den Menschen aber auch auf die Begrenztheit seines Fassungsvermögens. Die Mediengeschichte der Wolken illustriert die Abhängigkeit des Wissens von Darstellungspraktiken und -techniken. Unter ästhetischen Aspekten sind Wolken-Darstellungen reizvolle Herausforderungen; literarische Texte knüpfen an vielfältige Semantiken der Wolke und des Wolkigen an.
Geheimnisse müssen verschwiegen werden; Verschwiegenes erscheint geheimnisvoll – doch welcher Art sind die Geheimnisse, auf die ein Schweigen hindeutet? Und was ist das Geheimnis des Schweigens? Das Interesse der philosophischen und literarischen Moderne am Schweigen verhält sich komplementär zu dem an der Sprache. Wo Schweigen, Stummheit, scheiternde oder abbrechende Artikulation thematisiert werden, da verbindet dies sich oft, aber nicht grundsätzlich mit sprachskeptischen, sprachpessimistischen Motiven. Klagen über die Unzulänglichkeit, Falschheit und Mißdeutbarkeit des Wortes werden zwar oft zu Anlässen, die Überlegenheit oder auch Unausweichlichkeit des Schweigen zu proklamieren, doch diese Klagen selbst bilden einen Teil dessen, was man die „Rhetorik des Schweigens“ genannt hat. Die Beiträge des Bandes beleuchten die Bedeutung des Geheimnisses und des Schweigens bei verschiedenen philosophischen und literarischen Autoren sowie aus diversen systematischen Perspektiven.
Bei der Entstehung von Gärten wirken menschliche Ordnungsvorstellungen und die oft widerständige Natur zusammen. Gegen ein ‚Außen’ abgegrenzt, sind Gärten oft hochgradig symbolisch aufgeladene Räume. Gärtner geben durch ihre Arbeit u.a. zu erkennen, welchen kulturellen und alltagspraktischen Leitvorstellungen sie verbunden sind. Dies gilt für die Gärten in höfischen Repräsentationskulturen wie für den bürgerlichen Kleingarten, für die gärtnerisch gestaltete Weltlandschaft wie für den zur Selbstversorgung angelegten Kriegsgarten. Innerhalb literarischer Texte, Filme und Bildgeschichten übernehmen Darstellungen von Gärten zudem mannigfache Funktionen, die über Ebene des sachbezogenen Gartenwissens hinausgehen. Die Frage, ob das Zeitalter der Gartenkunst aus philosophisch-ästhetischer Perspektive der Vergangenheit angehört, oder ob das Gärtnern ein kulturelles Modell ist, das auch dem Denken neue Wege weist, findet kontroverse Beantwortungen, die unterschiedlichen Konzepten von Kunst korrespondieren.
Masken verbergen, und Masken schützen. Sie verhüllen Peinliches und wahren ein verletzliches Geheimnis. Aber Masken lügen auch und verstellen die Wahrheit. Die Beiträge des Bandes aus Philosophie; Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaften widmen sich facettenreich diesem uneindeutigen Spiel von Maskierungen und Demaskierungen.