Ein nicht-sprachliches Mittel der Sprache
Thema ist die semantische Analyse der Anführung und ihre formallogische Modellierung – Anführung in dem Sinne, in dem man ein Wort anführt, um über es zu sprechen. Anführung ist kein gewöhnliches Mittel der Bezugnahme in der Sprache: Ihr sieht man buchstäblich an, was sie bezeichnet, und sie kann in ihrem Bezug nicht fehlgehen. Diese Merkmale werfen insbesondere zwei Fragen auf: Welcher Art ist die Bezugnahme bei Anführung? Welche logische Struktur haben Sätze mit Anführung? Beide Fragen werden in diesem Buch detailliert behandelt.
Werturteile, insbesondere ethische, kennzeichnen zwei Begriffsmerkmale: Sie sind wahr oder falsch und sie liefern einen Grund, entsprechend zu handeln. Laut Standardauffassung der Handlungstheorie liefern Überzeugungen alleine keinen Handlungsgrund. Werturteile drücken jedoch gemäß erstem Merkmal Überzeugungen aus. Sie liefern daher bei Standardauffassung keinen Handlungsgrund - im Widerspruch zum zweiten Merkmal. Dieser lässt sich nur vermeiden, indem man eines der beiden Merkmale als Schein entlarvt oder die Standardauffassung aufgibt. Im ersten Teil werden die Merkmale präzisiert und es wird begründet, warum sie kein Schein sind. Die Ansätze, die von einem Schein ausgehen, werden zurückgewiesen, so dass nur eine Non-Standardauffassung als Auflösung des Widerspruchs in Frage kommt. Der zweite Teil widmet sich der Wahrheitsfähigkeit von Werturteilen. Denn gemäß einer verbreiteten Ansicht impliziert deren Wahrheitsfähigkeit einen mit großen Schwierigkeiten behafteten Werte-Realismus. Es wird jedoch gezeigt, wie die Non-Standard-Lösung gerettet werden kann, indem Wahrheit für Werturteile nicht als Übereinstimmung mit der Realität, sondern als nicht-revidierbare Form gerechtfertiger Behauptbarkeit gefasst wird.

In this article, various objections will be discussed that have been put forward against ethical relativism, but which haven’t been considered seriously enough on the part of relativists and have been overrated on the part of their opponents. The objections will be concentrated into three arguments: the action-theoretic, the epistemological and the truth-theoretic argument. The article will discuss whether they can be rebutted by proponents of the two main types of relativism: indexical relativism and truth-relativism. The conclusion will be as follows: (i) one version of indexical relativism, the analytical version, gets into serious troubles by the action-theoretic argument, while its revisionary version will remain unaffected, (ii) the epistemological argument fails with respect to indexical relativism and stands on shaky ground as regards truth-relativism, (iii) the truth-theoretic argument puts considerable pressure (solely) on truth-relativism.

In: Grazer Philosophische Studien