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  • Author or Editor: Manuel Clemens x
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Abstract

Mein Beitrag hinterfragt die Kritik einer Schülerin am Literaturunterricht. Der von ihr auf Twitter geäußerte Unmut, dass sie mit fast 18 immer noch keine Ahnung von Miete und Steuern habe, dafür aber in vier Sprachen Gedichte analysieren könne, fand Anfang 2015 große Zustimmung. Ihre Unterscheidung zwischen zweckfreier und zweckgerichteter Bildung führt mich zu der Frage, wieso man auf der Schule und als Student an der Universität mit literarischer Bildung konfrontiert wird und wie zweckfreie Wissensanordnungen einerseits die Kompetenzorientierung und andererseits den Fokus auf Didaktik herausfordern und erweitern können. Das abschließende Plädoyer für mehr Fachwissen, mehr Bildung und mehr Poesie in der Lehrerausbildung wird als eine Antwort an die Schülerin konzipiert und zeigt sich an einem Widerspruch in ihrer Argumentation: In einem auf das Tweet folgenden Zeitungsbeitrag schreibt sie selbst, dass sich die an den Alltag gestellten Fragen leicht beantwortet haben, ihre Suche nach allgemeiner Orientierung im Leben aber einen viel größeren und von konkreten Zwecken gelösten Radius brauchen.

In: Die Stimmen der Fächer hören
In: Autorität
In: Thomas Mann
In welchem Land leben wir?
Die griffige Formel einer »Neuen Bürgerlichkeit« sorgt seit einigen Jahren für Aufsehen. Neu an dieser forcierten Thematisierung von Bürgerlichkeit und Bürgertum ist, dass sie alle intellektuellen Generationen und Milieus umfasst und nicht nur in akademischen Nischen Interesse erregt, sondern gleichermaßen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vorangetrieben wird. Neu aber ist auch, dass dieser neuen Bürgerlichkeit ihr traditioneller Träger verloren zu gehen scheint: das Bürgertum.


Mit Beiträgen von:

Jens Hacke, Karl Heinz Bohrer, Andreas Fahrmeir, Norbert Bolz, Heinz Bude, Joachim Fischer, Karl Siegbert Rehberg, Paul Nolte, Tilman Reitz, Clemens Albrecht, Manuel Frey, Andreas Reckwitz, Hans-Peter Müller.
Neue kulturwissenschaftliche Lektüren
Thomas Mann ist ein moderner Klassiker. Seit mehr als einem Jahrhundert antworten seine Texte – immer neu, immer anders, bis heute verblüffend – auf die Fragen einer sich wandelnden Gegenwart: so auch auf die neuesten Fragen der Kulturwissenschaft.
Dieses Buch dokumentiert diese Antworten in sechs unterschiedlichen theoretischen Perspektiven. Im Blick auf das Tier zeigt sich Thomas Manns literarische Anthropologie. Queer- und Medien-theoretisch geht es um Skopophilie, Oper, Grammophon und Stimmung. Zu den Institutionen in Thomas Manns Œuvre zählen Eisenbahn, Familie und Operette. Psychoanalytisch kommt mit der Kindheit auch die Scham in den Blick. Die Tradition schließlich schafft literarische Vorbilder wie Einflussangst; Musik bietet dagegen den Trost des Melodischen.
Krise, Konstruktion und Konjunktur
Der Begriff der Autorität verortet sich im 20. Jahrhundert in einer komplexen Matrix zwischen zeitgeschichtlichem Problembewusstsein, »konservativem« Denken und politischer Theoriebildung.
Drei Perspektiven kennzeichnen die Rede von Autorität im 20. Jahrhundert: erstens die vermeintliche Krise einer vormals fraglosen Gültigkeit, zweitens der Versuch genealogischer Rückversicherung durch Versatzstücke der Tradition und drittens die Behauptung, Autorität könne als Grundbegriff politischer Theoriebildung und insbesondere demokratischer Ordnungen dienen. Der Sammelband analysiert das Konzept der Autorität entsprechend entlang der drei Dimensionen der Krise, der Konstruktion und der Konjunktur. Der Band arbeitet dabei interdisziplinär: Vereint werden historische, literaturwissenschaftliche und philosophische Ansätze.