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In: Migration, Menschenrechte und Rassismus
In: Migration, Menschenrechte und Rassismus
Herausforderungen ethischer Bildung
Blick ins Buch
Wen oder was schützen die Menschenrechte? Wie weit reicht die Pflicht zur Nothilfe? Wie passen universalistische Prinzipien und kulturelle Diversität zusammen? Welche Aspekte kultureller Identität sind schützenswert, reformbedürftig oder gar rassistisch? Der vorliegende Band thematisiert prinzipielle Unterscheidungen, empirische Befunde und konkrete Unterrichtsplanungen für die Schule und den gesellschaftlichen Diskurs.
Die Gestaltung und Bewertung von Migration haben Gesellschaft und Bildungssystem vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Die politischen, sozialen und kommunikativen Verwerfungen wurden und werden zunehmend von konfrontativen Positionen geprägt. Vorurteile und Stereotypen greifen um sich. Allzu oft fehlt es an der Bereitschaft, die Argumente der Gegenseite ergebnisoffen zu prüfen und die eigene Position einer kritischen Reflexion zu unterziehen. Der vorliegende Band thematisiert die Frage, wie sich der Ethikunterricht dieser Aufgabe stellen kann. Berücksichtigt werden theoretische Unterscheidungen, empirische Befunde und unterrichtspraktische Konzepte.
Zur Genealogie des möglichen Menschen
Schon beim frühesten Auftauchen des lateinischen Wortes »Potentialis« lässt sich eine entscheidende Ambiguität beobachten: Einerseits bezeichnet »Potential« etwas, das noch nicht aktuell ist, aber sein könnte, andererseits stellt »Potential« ein Merkmal der Macht und der Mächtigen dar. Diese Unschärfe und Doppelung ist nicht bloß ein sprachliches Merkmal, sondern hängt mit der Komplexität und gesellschaftlichen Reichweite symbolischer Praktiken zusammen. Im Kern geht es um die Materialität des menschlichen Potentials als eine Grundbedingung des Regierens. In interdisziplinären Fallstudien zur Transformation von Subjekten und gouvernementalen Kulturtechniken rekonstruiert der Band die Genealogie der Regierung von Kollektiven und Individuen in Spätantike, Mittelalter und Neuzeit. Hierbei zeigt sich eine der Urszenen der Biopolitik schon in mittelalterlichen Klöstern als menschlichen Perfektionsmaschinen und nicht erst im quantifizierenden Licht der Aufklärung. Zudem betonen neuzeitliche Verflechtungen von Literatur und Kunst mit Recht und Ordnung die gouvernementale Qualität ebenso umfassender wie unscharfer symbolischer Setzungen, die auch in Zeiten funktionaler Differenzierung noch fortwirken. Über die Zeiten hinweg erweist sich die Administration von Menschengekoppelt an das Versprechen von Sicherheit.