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Marie-Thérèse Mourey

Abstract

Im Mittelpunkt der folgenden Reflexionen stehen performative Aspekte des Komischen, und zwar die Merkmale des komisch-lustigen bis grotesken Körpers auf einer Bühne. Nach der vielfältigen, uneinheitlichen Praxis der Wanderbühnen, bei der Gestik, Mimik und akrobatische Spiele eine wesentliche Rolle spielten, wurde gerade an der Wende zum18.Jahrhundert, zumal in Tanzlehrbüchern, eine regelrechte, spezifische Kunst der komisch-burlesken Bewegung fixiert, nicht zuletzt um sich vom vornehmen, noblen ‘habitus corporis’ der oberen Gesellschaftsschichten abzuheben. An einigen ausgewählten Beispielen wird konkret gezeigt, mit welchen ästhetischen Mitteln und zu welchen Zwecken eine solche Körperrhetorik und -semiotik der volkstümlichen Figuren (insbesondere des Bauern), in Schauspielen (Komödien, Schimpfspielen, Balletten) eingesetzt werden kann.

Marie-Thérèse Mourey

Among the highly varied vehicles of communication in early modern German an European courts, the human body was both a crucial medium and symbolic form. The body of the prince was strategically used and glorified as a site of political representation, espexially in central German courts. This paper explores the performative functions of the ballets de cour as aestheticized, ritual expressions of power as well as the self-fashioning of the participating princes. Taking the representation of the prince in a ballet from 1687 as a case study, it focuses on the distinctive situation in the Court of Saxony-Gotha.