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  • Author or Editor: Martin Gessmann x
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Die neuen Medien stellen die Hermeneutik vor große Herausforderungen – und bieten die einmalige Chance, Hermeneutik wieder in ihrem ursprünglichen Sinn zu begreifen.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir vor einer geistespolitischen Wende, deren Auswirkungen bis zu den Grundlagen der Hermeneutik reichen. Ihr Medium hat sich erweitert und verändert. Nicht mehr allein Texte sind ihr wesentlicher Gegenstand, sondern ebenso Bilder und all ihre Formen der Animation.
Darüber hinaus wird die Frage nach dem verstehenden Menschen immer bedeutsamer. Denn mithilfe der Neurowissenschaften können wir das Gehirn beobachten und es zu verstehen versuchen, während es selbst versteht. Diese Veränderungen machen einen tiefgreifenden Wandel der Hermeneutik nötig.
Am Beispiel des menschlichen Gedächtnisses muss sich zeigen, wie die klassische Lehre vom geschichtlichen Bewusstsein bis in die tiefsten biologischen Schichten der Weltbewältigung hinein verfolgt werden kann – mit allen Konsequenzen, die dieser neue Ansatz für die Ethik und die Autobiographie sowie für die Politik und das kollektive Gedächtnis haben muss.
Warum die Holländer den modernsten Fußball spielen, die Engländer im Grunde immer noch Rugby und die Deutschen den Libero erfinden mussten
Author:
Eine Lektion in Sachen Fußball, die über Philosophie aufklärt.
Die Kulturkritik hat lange Zeit den Eindruck verbreitet, was so populär ist wie Fußball, kann mit Hochkultur oder gar Philosophie nichts zu tun haben. Heute kann jedoch schon der aufmerksame Betrachter einer WM lernen, dass es sich in Wahrheit geradezu umgekehrt verhält und der Zeitgeist, frei nach Hegel, im Fußball eine für alle fassliche Gestalt angenommen hat.
Das 19. Jahrhundert war noch vom Liberalismus der Engländer und der persönlichen Durchsetzungskraft der einzelnen Spieler geprägt und Fußball erinnerte noch lange Zeit an Rugby. Im 20. Jahrhundert setzte sich dagegen mit der deutschen Erfindung des Libero eine geniale Ingenieurskunst durch, die dem Spiel aus dem Geistesblitz eines Spielmachers heraus seine unnachahmliche Gestalt gab. Und schließlich sehen wir heute mit dem Wirken der holländischen Trainer ein Streben nach Hocheffizienz am Werke, das auf die Bildung komplexer Netzwerkstrukturen setzt. John Stuart Mill, Martin Heidegger und Niklas Luhmann haben hierzu die Stichworte geliefert in einer Klarheit, die ihnen selbst nicht bewusst sein konnte.


Aus dem Inhalt:

EINLEITUNG
Fußball als zeitloses Geschehen
Die Geschichte des Fußballs
Fußball und Geschichte

DIE PHÄNOMENOLOGIE DES FUßBALLS UND IHRE DREI PHASEN
Die heroische Phase (England)
Die metaphysische Phase (Deutschland)
Die reflexive Phase (Holland)
Das ästhetische Nachspiel (Barcelona)

FUßBALL UND SEINE MUSIKEN
Der englische Schlachtgesang
Die preußische Musikkapelle
Das Flüstern in der Vip-Lounge
Das Trompeten der Vuvuzelas

FUßBALL UND DIE FORMEN DES ZUSCHAUENS
Der Zuschauer am Rande des Spielgeschehens
Die Kameras im Achsenkreuz
Der souveräne Blick von oben
Das Spiel in 3D

SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
Warum wir mit Technik nicht mehr zurechtkommen und wie sich aus unserem Umgang mit Apparaten wieder eine sinnvolle Geschichte ergibt
Author:
Wer versteht schon einen Digitalrecorder? Es gibt heute keinen mehr unter uns, der nicht regelmäßig scheitert, sobald er ein neues Gerät in die Hand nimmt und erst einmal versucht, ohne Anleitung damit zurande zu kommen. Zwar haben wir uns grundsätzlich an das Prinzip der Menüfunktionen und ihrer Komplikationen gewöhnt, aber wir sind irritiert, wenn wir nach gründlicher Einarbeitung dennoch unser Know-how nicht einfach von einem Gerät auf das nächste übertragen können und noch störender wirkt es, wenn wir uns nicht einmal von einer Gerätegeneration zur nächsten bei derselben Marke mehr zurechtfinden. Man denke z.B. an Handys und ihre immer vertrackteren Anruferlisten. Philosophisch lässt sich für eine Technikkritik grundsätzlich an Heidegger anschließen, für das Zeitphänomen eines immer rasanteren Produktwechsels bietet jedoch das historische Konzept der Hermeneutik Gadamers eine neue, vielversprechende Inspiration. Demnach muss man sich den Gebrauch von Geräten wie das Verstehen von Texten denken – und so wie man beim neuen Verständnis eines Textes immer von einem bestehenden Vorverständnis ausgehen muss, so auch bei der ›Neuinterpretation‹ eines Gerätes von einer schon gängigen Praxis der Handhabung. Analog zur ›Wirkungsgeschichte‹ der Texte kann man dann von einer ›Gebrauchsgeschichte‹ der Dinge reden. Wenn sie ohne nennenswerte Brüche nachvollziehbar ist und ich mich morgen mit dem Wissen von heute noch (ansatzweise) zurechtfinden kann, habe ich einen Hinweis darauf, was der Mensch wirklich braucht.
In: Wenn die Welt in Stücke geht
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