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  • Author or Editor: Martin Jörg Schäfer x
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In: Arbeit und Müßiggang in der Romantik
In: rhythmos
Editorial Board / Council Member: , , and
Mit Blick auf die Gegenstände, die behandelt werden, aber auch hinsichtlich der fachlichen Zuständigkeiten operiert die kulturwissenschaftliche Reihe inter/media im Dazwischen. Damit trägt sie der in den letzten Jahren zunehmenden Dominanz intermedialer Praktiken Rechnung, der Tatsache also, dass kulturelle und künstlerische Artefakte auf dem Dialog der Medien gründen, ihn suchen, inszenieren und reflektieren.

Das mit der Reihe verbundene Erkenntnisinteresse umfasst Phänomene des Medienwechsels, der Medienkombination sowie der intermedialen Bezugnahme, denen eine ebenso komparatistische wie medienkomparatistische Sensibilität entgegengebracht wird. Grundsätzlich offen angelegt, liegt das fachliche 'Haupteinzugsgebiet' der Reihe im Schnittbereich folgender Disziplinen: Literaturwissenschaft, Film- und Bildwissenschaft, Medienwissenschaft.
Der Alpenraum in der deutschsprachigen Literatur
Author:
Wenn Sehnen zur Sucht wird: Literarische Texte über die Alpen zeigen nicht nur sehnsuchtsvolle Idyllen im menschenleeren Raum, sondern auch jene Abgründe, in die der Mensch beim Besteigen der Gipfel blickt.
Die Alpen sind Seismograph für den Umgang ihrer Einwohner mit den Naturräumen des Kontinents. Ihr Ökosystem ist Erholungs- und Wirtschaftsraum, Transitstrecke und Heimatort, Zentrum und Trennung des deutschsprachigen Raums. Die Literatur hat an diesem Umgang des Menschen mit dem Alpenraum einen wesentlichen Anteil, an jenen Sehnsüchten, Phantasien und Abgründen, die mit ihm verbunden werden. Sie verändert die Sichtweise auf die Alpen und gibt dem Menschen Anlass, über den Kultur- und Öko-Raum Alpen zu reflektieren. Mithilfe eines innovativen theoretischen Konzepts zur Erfassung von Räumen in der Literatur wird die Kulturgeschichte der Alpen in deutschsprachigen und internationalen Texten von der Antike bis zu Gegenwart dargestellt.
Das Armutsrisiko ist in Deutschland in den letzten Jahren auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Statistisch vergrößert sich die Spaltung der Gesellschaft. Die hieraus resultierende Angst in Teilen der Bevölkerung, in die Armut abzugleiten, befördert den Populismus in Deutschland.
Wie sieht ein Blick auf die Armut in Deutschland aber jenseits der rein statistischen Daten aus? Wo sind die tatsächlichen Armutslagen und wie werden sie wirksam bekämpft? Wie können Armutsbekämpfung und Prävention verbessert werden? Der Band greift die vielschichtige Problematik von Armut und sozialer Gerechtigkeit in Deutschland auf und analysiert Lösungs- und Gestaltungsvorschläge zur Verwirklichung von mehr sozialer Gerechtigkeit aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen.
Exteriorität - Theatralität - Literarizität
Der Gegensatz von Erziehung als bloßer Instruktion und Bildung als Entfaltung der Persönlichkeit wird hinsichtlich seiner historischen Bedingtheit befragt und als wesentlich komplexere Relation vorgestellt.
Beobachtet wird, dass ein inneres Bildungsgeschehen auf ›Äußerlichkeit‹ angewiesen und durch deren Einschreibungen bestimmt ist. Die historisch und medial je unterschiedlichen Konstrukte solcher Bildungsprozesse werden als Experimentalanordnungen ausgewiesen, die ein genaues Vorschriftenregister mit einer Rahmung verkoppeln, die Beobachtbarkeit, Formalisierbarkeit und Wiederholbarkeit sichert. Drei Begriffspaare, die systematische Felder eröffnen und historische Brüche anzeigen, sind für das in transnationaler, interdisziplinärer Perspektive umrissene Forschungsgebiet wesentlich: Regel/Spiel, Kontrolle/Desaster, Anpassung/Kontingenz.
Die 12. Ausgabe des Archivs für Mediengeschichte möchte Ähnlichkeiten und Nachahmungen vielmehr in Theorien und Geschichten der Schauspielerei, des Serienmordes, des Mediumismus oder des Internets aufsuchen. Mimetisches Potenzial zeigt sich im Begehren nach Fotografien, Filmen und Tonaufnahmen und generiert hierin jene Vervielfältigung und Verwechselbarkeit, dessen Ketten und Epidemien nicht zuletzt die Unverwechselbarkeit des (menschlichen) Lebens selbst heraufbeschwört wie imitiert. Mimetische Fiktionen und Handlungsmächte sind damit nicht nur eine Funktion "neuer" Medien, sondern eine Qualität des Sozialen überhaupt.
Mit Beiträgen von Kyung-Ho Cha, Iris Därmann, Monika Dommann, Bernhard J. Dotzler, Sophie Ehrmanntraut, Daniel Hornuff, Tobias Lander, Martina Leeker, Petra Löffler, Maria Muhle, Johanna Richter, Katja Rothe, Martin Jörg Schäfer, Franziska Sick, Adam Smith, Sarah Waterfeld, Burkhardt Wolf.
»Jedes Porträt, das mit Empfindung gemalt ist, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm sitzt. Der ist bloß der Anlass, die Gelegenheit.« Dies behauptet Basil Hallward, der Maler aus Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray, der damit einmal mehr bestätigt, was seit jeher für das Porträt, und nicht nur das gemalte, konstitutiv ist: dass es die Spannung einer Relation ins Bild setzt. Der vorliegende Band spürt dieser Spannung in den unterschiedlichsten Porträt- und Medienkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts nach.
Formen des Unbeständigen nach Hölderlin
Rhythmus ist die Form dessen, was unbeständig, vielfältig, mannigfaltig ist. Beiträge von Samuel Weber, Ulrike Haß, Esa Kirkkopleto und anderen untersuchen die ästhetische und politische Dimension von Rhythmus in Theater, Literatur, Musik und Film.
Émile Benveniste nennt den Rhythmus »die improvisierte, momentane und veränderliche Form«. Rhythmus entsteht durch Unterbrechungen, durch Abstände und Differenzen; erst als Rhythmus kann ein gemeinsamer Zeitraum sinnlich wahrnehmbar werden. Theorien des Politischen sind seit Plato fast ausnahmslos implizite Theorien des Rhythmus. Deshalb ist wiederum eine Reflexion des Rhythmus nötig, um das Politische der Kunst – und insbesondere des Theaters – neu zu denken. In Hölderlins Texten zur Tragödie, bei Sophokles, Kleist, Novalis, Benjamin, Rilke, Rossellini, Deleuze/Guattari und im Theater der Gegenwart suchen die Autorinnen und Autoren des Bandes nach den Formen des Unbeständigen.
Denkerinnen und Denker über ihr liebstes Objekt
Die Gegenstände unserer Kindheit ist ein Experiment: Denkerinnen und Denker wagen sich an die Engführung, Durchdringung von persönlicher Erinnerung und Gegenstandsbeschreibung, von theoretischem Blick und praktischem Umgang damit. Ergänzt werden ihre Texte um Zeichnungen der Schweizer Künstlerin Rebekka Baumann.

Der Band verwebt künstlerische und geisteswissenschaftliche Forschung und regt zu einer diskursiven Vertiefung der Debatte um Gegenstände und ihre Bedeutung an. Es geht um eine Ethik und Ästhetik der Dinge, die sich im Umgang mit Gegenständen aus der Kindheit erschließt, in der sich Orientierungen in der Welt im Spiel mit Anderen und an Hand von Objekten vollziehen, Prozesse des Erlernens mit ermöglichen und Aufmerksamkeiten schaffen.