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  • Author or Editor: Matteo Vincenzo d'Alfonso x
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In: Mit Fichte philosophieren
Fichtes Wissenschaftslehre 1811
Die 38 im Jahre 1811 vorgetragen Vorlesungen über die Wissenschaftslehre sind eine vollkommene und besonders gut artikulierte Darstellung Fichtes Systems in der Zeit seiner Tätigkeit an der neu gegründeten Universität zu Berlin. Der Öffentlichkeit sind sie erst 1999 bekannt geworden, als sie in der J. G. Fichte Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen wurden, denn bis dahin wurden sie von den jeweiligen Editoren des Fichte-Nachlasses nie erwähnt.
Fichte nimmt in dieser Darstellung seines Systems gegen beide Formen des Nihilismus Stellung - den theoretischen sowie den mit diesem zusammenhängenden praktischen. Um seine systematische Position formulieren und vertreten zu können, setzt er sich vor allem mit Spinoza und Kant nochmals auseinander. Spinoza stellt nämlich nach Fichte die Grundfrage der Philosophie, wie neben dem Sein auch ein Dasein denkbar sein kann, während Kant ihm im Begriff der Erscheinung den Weg zu ihrer Lösung aufzeigt. Aber zwei weitere Probleme ergeben sich für Fichte aus der kritischen Philosophie Kants: wie kann man das Bewußtsein beschreiben, wenn man sich nicht aus seinem Zirkel bewegen kann, und wie kann man die in dieser Beschreibung faktisch entdeckte Ursprünglichkeit der Synthesis rechtfertigen? Für Fichte hatte der Begründer der Transzendentalphilosophie die grundlegende synthetische Tätigkeit des Bewußtseins nur noch als ein Faktum des Bewußtseins angenommen. Der Beweis ihrer Möglichkeit ist nach Fichte letztlich nur zu führen, indem man sie auf eine Erscheinungsform der Freiheit als Inbegriff Gottes zurückführt. Diesen Beweisgang versteht nun Fichte als Vervollständigung des transzendentalphilosophischen Programms und zugleich als Mittel, um aus dem Wissen in die Weisheit überzugehen.
Perspektiven seiner Philosophie nach 200 Jahren
Dieser Band ist dem Andenken des 200. Todesjahres Fichtes gewidmet, mit der Absicht, seine letzten Schriften und die Aktualität seiner Philosophie zu würdigen. Nach dem Abschluss der Fichte-Gesamtausgabe im Jahre 2012 stehen alle Materialien zur Verfügung, die der Fichte-Forschung ermöglichen, eine schlüssige Interpretation der letzten Gedanken Fichtes zu liefern. Dementsprechend ist der Band in vier Teile gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit der theoretischen und systematischen Darlegung seines Denkens in den letzten Berliner Jahren; der zweite Teil thematisiert den Freiheitsgedanken als grundlegende Annahme seines Systems und unternimmt unter Berücksichtigung verschiedener Reaktionen auch den Versuch, diesen zu kontextualisieren. Der dritte Teil ist der politischen Seite seiner Theorie gewidmet, die Fichte gerade in den Berliner Jahren weiter ausarbeitete. Diesen klassischen Themen der Fichte-Forschung folgen im vierten Teil Beiträge, die Fichtes philosophische Ansätze in den Dialog mit gegenwärtigen Autoren und Fragen der Philosophie bringen.

Beitragende sind Frederick Beiser, Daniel Breazeale, Matteo Vincenzo d’Alfonso, Mário Jorge De Carvalho, Carla De Pascale, Erich Fuchs, Andres Höntsch, Marco Ivaldo, Christian Klotz, Douglas Moggach, Peter L. Oesterreich, Ives Radrizzani, Klaus Ries, Jacinto Rivera de Rosales Chacón, Friedrike Schick, Andreas Schmidt, Hartmut Traub, Klaus Vieweg, Hans Georg von Manz und Günter Zöller.

Abstract

Fichte’s Doctrine of Science of 1811 offers a sound model for explaining the conditions of semantics in its connection with the idea of freedom. Following Wolfram Hogrebe’s suggestion that the principle of contradiction works as an archaeological semantic postulate, i.e., is the implicit condition for any sentence to be meaningful, we argue that in Fichte’s definition of the phenomenon we find such a semantic postulate at a higher genetic level than the principle of contradiction indicated by Hogrebe. Moreover, the Doctrine of Science of 1811 offers an analysis of the steps through which this phenomenon displays itself – i.e. Vermögen, als, Soll – which can be understood as the conditions for establishing a meaningful sentence.

In: Mit Fichte philosophieren
In: Fichte Studien

Fichte’s Doctrine of Science of 1811 offers a sound model for explaining the conditions of semantics in its connection with the idea of freedom. Following Wolfram Hogrebe’s suggestion that the principle of contradiction works as an archaeological semantic postulate, i.e., is the implicit condition for any sentence to be meaningful, we argue that in Fichte’s definition of the phenomenon we find such a semantic postulate at a higher genetic level than the principle of contradiction indicated by Hogrebe. Moreover, the Doctrine of Science of 1811 offers an analysis of the steps through which this phenomenon displays itself – i.e. Vermögen, als, Soll– which can be understood as the conditions for establishing a meaningful sentence.

In: Fichte Studien
In: Fichtes Bildtheorie im Kontext, Teil I