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In: Gewalt in der Sprache
In: Abenteuer
In: Trunkenheit
In: Staunen als Grenzphänomen
In: Poetiken des Staunens
Abenteuer sind Bahnungen im Gestrüpp der Kontingenz. Sie verlangen nach einer Reflexion über Zufall und Schicksal, über Wagnis, Risiko und Ereignishorizonte des Erzählens, über Sinnansprüche und Techniken der Sinnbildung. „Wir wünschen wahrlich eine philosophische Geschichte des Abentheuers!“ schrieb Herder im Jahr 1774. Die Schriftenreihe der Münchner Forschungsgruppe Philologie des Abenteuers will dem Herderschen Arbeitsauftrag entsprechen, indem sie diesen unterschätzten Grundbegriff des Erzählens in seiner narratologischen, psychologischen und kulturgeschichtlichen Dimension entfaltet. Das Erzähl-, Wahrnehmungs- und Erfahrungsschema namens Abenteuer hat sich, allen kritischen Einsprüchen zum Trotz, als extrem anpassungsfähig erwiesen, immer neue Renaissancen erlebt und immer weitere Bereiche der Kultur durchdrungen. In solchen Übertragungen wird der ursprünglich narrative Charakter des Abenteuers häufig nicht mehr mitgedacht. Eben diesen Charakter stellt die Reihe Philologie des Abenteuers in den Mittelpunkt. Ihr historischer Radius reicht von antiken Grundlagentexten über mittelalterliche und frühneuzeitliche Erzählformen bis in die Moderne, in der das Abenteuer scheinbar aus der seriösen Literatur verdrängt wird, sich in Wirklichkeit aber zäh im literarischen Feld behauptet – und zwar keineswegs nur an dessen Rändern. In dieser historischen Tiefenperspektive erweist sich der Begriff Abenteuer als ein wandlungsfähiger, gleichwohl aber elementarer Nukleus des Erzählens – elementar sowohl im narrativen als auch im psychologischen Sinn.
Entdeckung und Eroberung des Meeres in der Moderne
Das 19. Jahrhundert entdeckt das Meer für sich und insbesondere die Tiefsee als Projektionsraum schillernder Leidenschaften und verrückter Begierden. Im Fokus wissenschaftlicher und künstlerischer Aufmerksamkeiten entwickelt sich die Meereswelt zu einem Reich der Wunder, das metaphorisch mit dem Kosmos korrespondiert und an den Anbeginn der Zeit, zum Ursprung des Lebens führt.
Die Lebensräume des Meeres sind für Menschen nur mit erheblichem Aufwand zugänglich, vornehmlich als ästhetisch-poetische wie medientechnische Artefakte. Die vorliegende Studie verfolgt die medialen und epistemologischen Spuren der scheinbar antiquierten Wunderterminologie in die Tiefen des Meeresraumes und zeichnet die Entwicklung einer wunderbaren Wissenschaft vom Meer nach. Der Fokus liegt auf den Verflechtungen von abendländischer Meereswahrnehmung mit einer Geschichte des Wissens und der Einbildungskraft sowie den damit verbundenen Dispositiven des Zeigens und Vermittelns.
In: Staunen als Grenzphänomen
In: Staunen als Grenzphänomen