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INTERMEDIALITÄT RECONSIDERED

Vom Paragone bei Hoffmann bis zum Inneren Monolog bei Schnitzler

Nicola Gess

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Primitives Denken

Wilde, Kinder und Wahnsinnige in der literarischen Moderne (Müller, Musil, Benn, Benjamin)

Nicola Gess

Nicola Gess liefert eine beeindruckende Explikation des »primitiven Denkens« im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Kunsttheorie und Literatur und entlang der Figuren des »Wilden«, des Kindes und des »Wahnsinnigen«.
Sie rekonstruiert erstens die Geschichte des Diskurses vom primitiven Denken in Ethnologie, Entwicklungspsychologie und Psychopathologie um und nach 1900, sie arbeitet zweitens die Bedeutung dieses Diskurses für Theorien der Kunst und der künstlerischen Sprache heraus und untersucht drittens an Robert Müller, Robert Musil, Gottfried Benn und Walter Benjamin das Phänomen eines literarischen Primitivismus, der das primitive Denken wiederzugewinnen, kritisch zu reflektieren oder im Sinne einer »anderen Rationalität« produktiv weiterzuentwickeln trachtet.
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Edited by Mireille Schnyder and Nicola Gess

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"Images d’action"

Claude-François Ménestrier’sTheoretical Writings on Festivals and Performing Arts: Translation and Commentary Claude-François Ménestriers fest- und inszenierungstheoretische Schriften. Übersetzung und Kommentar

Edited by Nicola Gess, Annette Kappeler and Jan Lazardzig

Die dreisprachige Anthologie stellt erstmals Texte des wohl bedeutendsten französischen Bild-, Theater-, Tanz- und Festtheoretikers des 17. Jahrhunderts, Claude-François Ménestrier (1631-1705), in einem Band zusammen und versieht sie mit einführenden Kommentaren.
Claude-François Ménestrier, Jesuit, Universalgelehrter, Organisator von zahlreichen Festen, Herrschereinzügen und Balletten und Verfasser von über hundert Schriften zur Emblematik, Numismatik, Heraldik, zum Ballett, Musiktheater, Feuerwerk, zu Ritterspielen, Herrschereinzügen und öffentlichen Spektakeln unterschiedlichster Art unternahm in seinem Werk eine Gesamtschau geistiger und materieller Bilder.
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Barocktheater als Spektakel

Maschine, Blick und Bewegung auf der Opernbühne des Ancien Régime

Edited by Nicola Gess, Tina Hartmann and Dominika Hens

Die Opernbühne des Ancien Régime gehorcht dem Paradigma des Spektakels. Sie will Schaulust und Staunen hervorrufen und zielt auf die Konstitution und Repräsentation von Herrschaft. Der visuellen Überwältigungsrhetorik der Gegenreformation und des absolutistischen Hofes steht sie in nichts nach; sie ist Bestandteil von deren machtpolitischen Strategien. Zugleich bewirkt die spektakuläre Visualität eine Destabilisierung des dem Barock zugeschriebenen »Imperialismus des Bildes« und seiner visuellen Ordnungen.
Die französische Barockoper hat in Bezug auf diese Ordnungen stark desorientierende und verwirrende Implikationen. Aus interdisziplinären Blickwinkeln werden die historische Dimension der Praktiken des Spektakulären sowie Fragen der gegenwärtigen Aufführungspraxis erörtert.
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Edited by Mireille Schnyder, Nicola Gess, Johannes Bartuschat and Hugues Marchal

Der Auftaktband der neuen Reihe Poetik und Ästhetik des Staunens beschäftigt sich mit dem Staunen als einem Moment der Grenzerfahrung und Grenzziehung, der Neugier und Überwältigung, der Erkenntnis und Blindheit, aber auch als Anfang von Denken, Erkennen, Sehen und Dichten.
Staunen indiziert eine (noch) nicht kategorisierbare Fremdheit und konstituiert damit eine Grenze des Verstehens und Wissens. Damit wird es zum Ausdruck einer semantischen Leere vor dem Fremden. Als Moment der verunsichernden Reflexion kann es so zum Stimulus eines Begehrens nach Grenzüberschreitung werden. Andererseits kann es Ausdruck eines Zustands sein, in dem sich ein radikal anderes, nicht mehr an Körper und Verstand gebundenes Wissen ereignet. In den interdisziplinären Beiträgen des Bandes wird Staunen, historisch und diskursiv je unterschiedlich akzentuiert, als Phänomen der Grenze reflektiert, das dann im Kunstdiskurs, von der Antike bis heute, zu einem Moment des lustvollen Verharrens auf den Grenzen der Wahrnehmung, des Wissens und der Erfahrung werden kann.
Mit Beiträgen von Udo Friedrich, Jan Niklas Howe, Reinhard Möller, Anna Laura Puliafito, Stefan Matuschek, u.a.
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Poetiken des Staunens

Narratologische und dichtungstheoretische Perspektiven

Edited by Mireille Schnyder, Nicola Gess, Johannes Bartuschat and Hugues Marchal

Staunen als eine Emotion, die mit Verwirrung und Verunsicherung, aber auch Begehren und Genuss verbunden wird, ist weder begrifflich noch phänomenologisch leicht zu fassen. Sie ist nicht nur der Anfang der Philosophie und der Ethnologie, sondern auch Anfang und Ziel von Dichtung.

Im Staunen sitzt der Keim der Imagination, und das Staunen der Zuhörer – vor der Kunst des Erzählers wie vor der darüber entstehenden Größe des Erzählten – ist erklärtes Ziel der Poetiken und implizites Ziel der Texte. Im Staunen verschränken sich der Philosophos und der Philomythos, wie schon Aristoteles sagte. Der vorliegende Band untersucht Poetiken des Staunens von der Antike über das Mittelalter bis ins späte 18. Jahrhundert; die Beiträge verhandeln einschlägige Beispiele der lateinischen, englischen, deutschen, italienischen und französischen Literatur.
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Edited by Mireille Schnyder, Nicola Gess, Johannes Bartuschat, Hugues Marchal, Natascha Adamowsky and Natscha Adamowsky

Wir leben in einer Kultur der spektakulären Effekte. Die technischen Möglichkeiten zur Gestaltung von Licht und Klang, Zeit, Raum und Materialitäten ermöglichen heute ein scheinbar unbegrenztes Potenzial zur Erzeugung illusionärer Welten und multisensueller Spektakel.
Im Zentrum des Bandes steht die Spurensuche nach jener wundersamen ästhetischen Figur, die heute vor allem als special effect aus dem Hollywood-Kino bekannt ist. Eine Archäologie der Spezialeffekte erschöpft sich jedoch nicht in einer Vor- und Frühgeschichte des Kinos. Vielmehr geht es dem Band auch darum, den Begriff des Spezialeffekts für eine allgemeine Betrachtung von Effekten des Staunens in den Künsten zu erweitern und damit für interdisziplinäre Fragestellungen anschlussfähig zu machen.