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  • Author or Editor: Peter Brandes x
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Poetik der Gabe und Selbstreflexion der Dichtung
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Eine „Welt- und Völkergabe“ hat Goethe die Dichtkunst genannt. Poesie als etwas Gegebenes sei nicht Gegenstand eines Besitztums. Wie sehr Goethe sich dieser Einsicht auch in seinem poetischen Schaffen bewußt war und sich dieselbe zunutze machte, verdeutlicht seine wohl reflexivste und zugleich poetischste Dichtung: der Faust. Am Leitfaden der Gabethematik unternimmt Peter Brandes eine Neulektüre von Goethes Zentralwerk. Dabei erweist sich, daß Goethes Gabe-Diktum nicht nur die Entstehung und Rezeption des Faust betrifft, sondern auch seine sprachliche und dramatische Struktur. Der Aspekt der poetischen Gabe stellt als ein von der Handlung unabhängiges, reflexives Moment der dichterischen Sprache eine Grundstruktur für den gesamten Faust dar, wie Brandes im Close-Reading-Verfahren aufzeigt. So ist der Faust-Text vor dem Hintergrund neuerer Gabe-Diskurse lesbar als dichterische Gabe des Autors, der diesen Gabenakt selbst in seinem Werk reflektiert.
Author:

Der Beitrag untersucht das Zusammenspiel von psychoanalytischem Lebenswissen und literarischem Todeswissen im Hinblick auf die in Thomas Manns Roman Der Zauberberg inszenierten Träume vom Tod. Es soll gezeigt werden, dass die Träume des Protagonisten Hans Castorp eine neue Sicht auf die rhetorischen Darstellungsverfahren der psychoanalytischen Topologie der Seelenkräfte werfen. In Thomas Manns Inszenierungen geträumter Todeserfahrungen wird erkennbar, dass die Topographie des Traums durch die Medien der Kur – Liege und Bett – abgesteckt ist. Castorps Träume vom Tod lassen sich im Kontext des Romans als eine andere Form der Wissensgenerierung lesen, die als eine Poetik des Traumwissens verstanden werden kann.

In: An den Rändern des Lebens
In: Schreibweisen der Kritik
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Abstract

Dieser Beitrag untersucht die epistemologische, poetische und topographische Funktion des Bett-Motivs in literarischen Traumerzählungen und nimmt dabei Bezug auf Freuds Topologie des Traums und Foucaults Konzept der Heterotopie. Es kann beobachtet werden, dass in Prousts Recherche und Kafkas Verwandlung die Rhetorik des Bettes als Medium des Traumwissens und als epistemologische Heterotopie fungiert.

In: Sprache und Literatur
Studies in Egyptian Epigraphy and History in Memory of William J. Murnane
Editors: and
William J. Murnane (1945-2000) dedicated his life to the epigraphic recording and historical interpretation of the monuments of pharaonic Egypt. In tribute to his important contributions to Egyptology, a prominent group of his colleagues and students offer a range of new studies on Egyptian epigraphy and historiography. Amarna studies loom large in the volume as they did in Murnane's own work. Several chapters investigate the art, history and chronology of the reigns of Akhenaten and his immediate successors. Other contributions deal with historical issues, especially those connected with the epigraphic and archaeological aspects of the Theban temples of Karnak and Luxor. The book is richly illustrated with photographs and drawings.
In: Schreibweisen der Kritik
In: Schreibweisen der Kritik
In: Schreibweisen der Kritik
In: Causing His Name To Live
Authors: and

Führender Kopf der kontinentalen Erwerbsmigration englischer Bühnenangehöriger im Zeitalter Shakespeares war der Prinzipal Robert Browne. Auf den Stationen seiner Laufbahn, insbesondere seit 1592 als Wegbereiter des Berufstheaters im deutschen Sprachraum, konturiert sich die logistische, administrative und geschlechterspezifische Praxis des Tourneebetriebs und der höfischen Engagements, ferner als Vorteil eine Paarung von performativer Kunstfertigkeit mit Kaufmannsgeist. Davon profitierte nach Landgraf Moritz von Hessen-Kassel und dem französischen König Henri IV auch der polnische Königshof als Magnet weiträumiger Migrationsstrategien, die Browne, sein Kompagnon John Green und sein Schwiegersohn Robert Reynolds am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges noch eingeleitet hatten. Aus dieser Schule kamen die “alt Englischen Comoedianten” der ersten Friedensjahre.

In: Daphnis