In: Iustitia et caritas
In: Religion im öffentlichen Raum
Soziallehre und Diakonie als kirchlicher Dienst an der Welt
Wie kann das Verhältnis von caritativem Tun und politischer Anwaltschaft der Kirche bestimmt werden? Zweifelsohne stellt die Kommunikation zwischen diesen beiden Seiten derselben Medaille eine Herausforderung dar. Besonders die verbandliche Caritas, aber auch die Kirche als Ganzes muss sich stets in diesem Spannungsfeld bewegen. Zugleich wird bei diesem Thema auch immer die Interaktion zwischen Individuen und gesellschaftlichen Institutionen angesprochen. Praxisbeispiele aus verschiedenen Ländern Ost- und Mitteleuropas illustrieren, dass es länderspezifische Antworten geben muss, wo der Schwerpunkt zu setzen ist. Es wird deutlich, dass sowohl Wohltätigkeit als auch Politik notwendig sind, damit die Kirche ihrem Auftrag gerecht werden kann.
Unsere Gesellschaft, die religiös und weltanschaulich vielfältig geprägt ist, unterliegt einem Wandel, der sich auch auf die Bedeutung der Religion in der Öffentlichkeit auswirkt.
Diese Veränderungen waren Gegenstand einer interdisziplinär besetzten Tagung, die sich mit den Folgen für die gewachsenen bisherigen Strukturen im Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften befasste. Dabei wurden auch die Einschätzung der Politik und der Religionsgemeinschaften sowie die Perspektive der europäischen Nachbarn mit einbezogen.