In: The Crisis of Courtesy
In: The Benefit of Broad Horizons
In: Word & Image in Colonial and Postcolonial Literatures and Cultures
In: Frontiers of Sociology

Abstract

The Swift industry has paid little attention to the intricate ways in which the Dean’s fiction and poetry are linked to visual art. Focusing on the initial scene in Gulliver’s Travels, this article analyses some of the rhizomes connecting Swift’s verbal representations with iconotexts and images of the Renaissance showing giants and pygmies. In doing so, the article is inspired by the work of Gilles Deleuze on the rhizome, that is, networks of representation that can be connected to any given artwork. The point here is not to show which paintings or graphic art Swift knew but to trace some of the rich fields of rhizomes with which his satire engages in multiple, ironic ways.

Swift critics have argued that the initial scene in Gulliver’s Travels is mainly indebted to an ekphrasis in Philostratus’ Imagines (of which Swift owned a copy published in 1608). Discussing visual art by Dosso Dossi and Cranach the Younger as well as engravings and emblem books showing Hercules (or Polyphemus) and the pygmies, this contribution shows how Gulliver’s Travels draws on, and also plays with, images derived from Renaissance art.

In: Reading Swift
In: The Changing Places and Faces of War
Neue Beiträge zur Forschung
Unter dem Titel 'Robert Walsers ›Ferne Nähe‹' dokumentiert die-ser Band die Tagung, die aus Anlass des 50. Todestages von Robert Walser im Dezember 2006 in Zürich stattgefunden hat. In einer Fülle neuer Beiträge nähern sich Schriftsteller, Literatur-wissenschaftler, Editoren und Übersetzer dem Werk aus den unterschiedlichsten Richtungen, um sich an ihm zu inspirieren, um es neu zu lesen und neu lesbar zu machen. Walsers Ausstrahlung zu Lebzeiten wird mit einigen überraschenden Funden erschlossen und dokumentiert. Sein heutiger Bedeutungsradius zeigt sich am internationalen Interesse für Walsers Werk, das die Übersetzer Wort für Wort in die Welt hinaus-tragen. Walser wirkt weiter: Ob inspirierend oder irritierend – er ist nie ganz vertraut und nah, son-dern immer auch befreiend fremd und fern
Heimliche und verpönte Blicke in Literatur und Kunst
Die Schaulust hat, mehr noch als der reine Sehvorgang, in der europäischen Kulturgeschichte eine höchst ambivalente Einschätzung erfahren. Allzu rasch ist sie als Voyeurismus moralisch disqualifiziert worden. Doch unauffällige, verstohlene oder indiskrete Blicke sind noch nicht unbedingt solche eines Voyeurs. Dieser tritt relativ spät erst in Erscheinung, ihm kommt in Literatur und Kunst erst nach 1800 eine gesteigerte Aufmerksamkeit zu. Ziel des Bandes ist es, auf eine möglichst breite Skala von gesellschaftlich unbeachteten, nicht gewürdig-ten oder sogar tabuisierten Sehvorgängen aufmerksam zu machen, wie sie etwa in Werken des 19. und 20. Jahrhunderts erscheinen. Entsprechend unterschiedlich fallen die ästhetischen und moralischen Bewertungen solcher Blickweisen aus.
Gesellschaftliche Herausforderungen und sozialethische Reflexion
Globale Migration verändert Gesellschaften – christliche Sozialethik leistet einen Beitrag dazu, auf veränderte Kontexte zu reagieren und kreative Lösungsansätze zu entwickeln. Phänomene weltweiter Migration konkretisieren sich in den individuellen Wanderbewegungen – aber auch in den Gesellschaften, die von Ab- oder Zuwanderung betroffen sind. Rechtliche Rahmenbedingungen und politische Konzepte von Gesellschaft geraten dadurch in Bewegung und bringen einen ethischen Reflexionsbedarf mit sich: Welcher Rahmenbedingungen bedarf es, um ein Zusammenleben verschiedener Identitäten zu ermöglichen? Welche Rolle spielen Zugehörigkeit und Citizenship im Kontext von Einwanderung? Und wie verhält sich das Recht des souveränen Staates zu Fragen globaler Gerechtigkeit? Das Buch diskutiert diese Fragen und erforscht die Bedingungen, unter denen plurale Gesellschaften im Kontext von Migration zu gestalten sind, damit Zusammenleben gelingen kann.