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Roberto De Pol

Der Principe von Machiavelli, zwei Jahrhunderte lang Objekt einer heftigen politischen und moralischen Debatte, wurde in Deutschland entweder in der Originalsprache oder in lateinischer Übersetzung gelesen und war daher nur wenigen gelehrten Fachleuten zugänglich. Eine erste deutsche Übersetzung von 1692 blieb handschriftlich und war praktisch verschollen. Zweiundzwanzig Jahre später gelangte eine zweite, eigens zum Zweck der Veröffentlichung verfertigte Übersetzung in den Druck, wurde aber trotz der aufklärerischen Absicht, einer breiten Leserschaft den verrufenen Machiavelli in seinem eigenen Wortlaut zu eröffnen, praktisch totgeschwiegen. Der vorliegende Aufsatz versucht, die anonym und mit fingiertem Druckort 1714 erschienenen Lebens- und Regierungs-Maximen eines Fürsten sprachlich und kulturgeschichtlich zu erörtem und die beachtliche Leistung des unbekannten Übersetzers nachträglich zu würdigen.

The First Translations of Machiavelli’s Prince

From the Sixteenth to the First Half of the Nineteenth Century

Series:

Edited by Roberto de Pol

This book is the first complete study of the translations of Machiavelli’s Prince made in Europe and the Mediterranean countries during the period from the sixteenth to the first half of the nineteenth century: the first, unpublished French translation by Jacques de Vintimille (1546), the first Latin translation by Silvestro Tegli (1560), as well as the first translations in Dutch (1615), German (1692), Swedish (1757) and Arabic (1824). The first translation produced in Spain - dated somewhere between the end of the sixteenth and the early seventeenth century - remained in manuscript form, while there was a second vernacular Spanish version around 1680. The situation in Great Britain was different from the rest of Europe, as it could boast four manuscript translations by the end of the sixteenth century.