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Der Kaiser war der Bevölkerung im Römischen Reich auf vielfältige Weise präsent, durch Statuen auf öffentlichen Plätzen, sein Bildnis auf Münzen oder seinen Namen in Inschriften. Dabei waren seine Untertanen nicht nur Rezipienten kaiserlicher Selbstdarstellung, sondern beteiligten sich auch aktiv an der Ausgestaltung der kaiserlichen Repräsentation mit ihren eigenen Vorstellungen und Erwartungen. Dieses Thema wird in Dialogangebote. Die Anrede des Kaisers jenseits der offiziellen Titulatur erstmals am Beispiel der sog. inoffiziellen Titulaturen auf breiter Quellenbasis untersucht. Dabei werden diese ehrenden Epitheta in ihrer diachronen Entwicklung von Augustus bis Severus Alexander (27 v. Chr. – 235 n. Chr.) und ihren thematischen, medialen, funktionalen und sozialen Kontexten analysiert. Die Untersuchung arbeitet die wichtige Rolle der Untertanen für die Herrscherrepräsentation heraus und bietet neue Einblicke in die Bedeutung dieses Phänomens für die reziproke Kommunikation zwischen Kaiser und Untertanen.

The people of the Roman Empire encountered the emperor in many different ways, such as through statues in public places, his portrait on coins or his name in inscriptions. In these encounters, his subjects were not merely recipients of imperial self-expression, but also expressed their own ideas and expectations. Dialogangebote. Die Anrede des Kaisers jenseits der offiziellen Titulatur is the first study of this dynamic to make use of the rich Latin and Greek source material for the so-called unofficial titulature. These honorific epithets are analysed in their diachronic development from Augustus to Severus Alexander (27 BCE – 235 CE) and discussed in their thematic, media, functional and social contexts. The study fleshes out the important role played by the subjects in the representation of rulers and offers new insights into the importance of this phenomenon for the reciprocal communication between emperors and subjects.