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Abstract

In seinem Essay Projective Verse skizziert Charles Olson eine kinetische Poetik, die sich um den menschlichen Körper dreht und mündliche Elemente der Sprache stark macht. Der Mund im anatomischen Sinne ist nicht nur der Ort, wo klangliche Elemente eines Gedichts körperlich artikuliert werden, sondern auch Schauplatz eines sprachgeschichtlichen Ur-sprungs. „[S]peech & movement“, die Antriebskräfte von ‚projective verse‘, gehen auf ein historisch noch früher verortetes „primary“ zurück: „Food.“ In Olsons Entwurf eines Sprachursprungs im Essen spielt seine Funktion als Bewegungsursache eine Hauptrolle. Anhand des unveröffentlichten Essays „Mouths Biting Empty Air“ kann gezeigt werden, wie die beschriebene Dynamik des archaischen Esstriebs in Olsons eigener Schreibpraxis zum Sprungbrett wird, um Sprache in Bewegung zu halten. Olsons Zitierweise koppelt die mit dem Essen verbundene Energie an eine Einverleibung von Wortmaterial. Im Bild des hohlen Luftraums vor dem Mund verschränken sich so Appetit, Sprechen und literarisches Schreiben in einer Transformationsbewegung von Text zu Text.

In: Unverfügbares Verinnerlichen
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Abstract

In seinem Essay Projective Verse skizziert Charles Olson eine kinetische Poetik, die sich um den menschlichen Körper dreht und mündliche Elemente der Sprache stark macht. Der Mund im anatomischen Sinne ist nicht nur der Ort, wo klangliche Elemente eines Gedichts körperlich artikuliert werden, sondern auch Schauplatz eines sprachgeschichtlichen Ur-sprungs. „[S]peech & movement“, die Antriebskräfte von ‚projective verse‘, gehen auf ein historisch noch früher verortetes „primary“ zurück: „Food.“ In Olsons Entwurf eines Sprachursprungs im Essen spielt seine Funktion als Bewegungsursache eine Hauptrolle. Anhand des unveröffentlichten Essays „Mouths Biting Empty Air“ kann gezeigt werden, wie die beschriebene Dynamik des archaischen Esstriebs in Olsons eigener Schreibpraxis zum Sprungbrett wird, um Sprache in Bewegung zu halten. Olsons Zitierweise koppelt die mit dem Essen verbundene Energie an eine Einverleibung von Wortmaterial. Im Bild des hohlen Luftraums vor dem Mund verschränken sich so Appetit, Sprechen und literarisches Schreiben in einer Transformationsbewegung von Text zu Text.

In: Unverfügbares Verinnerlichen
In: Transaktualität
In: Blanchot und das Bild
In: Transaktualität
In: Transaktualität
In: Transaktualität
In: Transaktualität
In: Heimat in Literatur und Kultur
Begriffe und Bilder nach Maurice Blanchot
In den Schriften Maurice Blanchots, der maßgebliche französische Philosophen unserer Zeit geprägt hat, finden sich auch zahlreiche bildtheoretische Überlegungen. Der Band versammelt Beiträge, die seinem Denken des Bildes nachgehen und es für Analysen fruchtbar machen.„Anwesende Abwesenheit“, „enthüllender Schleier“, „Ähnlichkeit, die nichts gleicht“ … – so lauten einige der Beschreibungen des Bildlichen bei Maurice Blanchot. Ihre Verschränkung von begrifflichen Gegensätzen lässt sie ebenso rätselhaft wie faszinierend erscheinen. Diesen überraschenden Wendungen, den Metaphern und Modellen für Bild und Bildlichkeit, die sich in den theoretischen Schriften und den Romanen des französischen Literaten und Literaturkritikers aufspüren lassen, widmet sich dieser Band.