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In: Laboratorien der Moderne
Orte und Räume des Wissens in Mittel- und Osteuropa
Eine andere Geschichte der Moderne ist zu entdecken und das überkommene Bild zu korrigieren.
Spricht man von der Moderne, so spricht man gemeinhin von den westlichen Metropolen, von Wien, Berlin, London oder Paris, nicht aber von Breslau, Budapest, Lemberg, Ljubljana oder Warschau. Gleichwohl haben sich auch in Mittel- und Osteuropa Künstler, Wissenschaftler und Philosophen zu Gruppen formiert, die einen dynamischen Wandel der jeweiligen Kultur vorantrieben. Das bisherige Gesamtbild der Moderne in Europa ist somit unvollständig, einseitig und zeugt von einer eigentümlichen Schräglage. Der Band versucht dieses Bild zu korrigieren, indem er anhand von exemplarischen Fallstudien solche Zentren in den Blick rückt und als regelrechte Laboratorien zu entdecken sucht. Bemerkenswerte Wechselbeziehungen zwischen Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften und Kunst, aber auch der Austausch der Orte untereinander sind zu beobachten. Sie eröffnen eine andere Geschichte der Moderne und kartographieren das ästhetische und epistemologische Feld der Moderne neu.
Ehre und Pflichterfüllung waren und sind aufs Engste mit dem Militär verknüpfte Konzepte: Sie gelten als Codes für Tugenden wie Tapferkeit, Mut, Kampfbereitschaft, Gehorsam, Vaterlandsliebe, Ehrlichkeit, Treue.
Aber so selbstverständlich eine derartige Verortung erscheint - hinter Ehre und Pflichterfüllung verbergen sich in historischer Perspektive Konglomerate ganz unterschiedlicher Vorstellungen. Der Band schlägt eine erste Schneise in dieses Themenfeld. Dafür werden Ergebnisse aus aktuellen Forschungen zusammengeführt, die in einem zeitlich und räumlich weiten Zugriff Konstanten und Unterschiede von Ehre und Pflichterfüllung präsentieren.