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Abstract:

In his intonations to a poem by Charles Baudelaire, which appeared in 2002 under the title o du roher iasmin, Oskar Pastior conducts a piece of applied translation research. He meets the challenges of literary translation, as they are most prominently shown in lyrics, in a translation laboratory in which, in 43 attempts, the different sides of the Baudelaire poem are set out and examined. The act of translating is methodically segmented and explored regarding its latitude, and it is systematically and polyperspectively put in reference to the many different aspects of the body of language. By serialising the individual attempts, the literary text gains an argumentative structure that makes it readable as artistic research: it produces aesthetic knowledge in artistic practice.

In: Artistic Research and Literature
In: Trunkenheit
Die Trunkenheit kennt viele Formen, unter denen die alkoholische nur eine, wenn auch die bekannteste ist. Es gibt daneben die “trockene Trunkenheit” beim Tabakkonsum, die “geistliche Trunkenheit” im religiösen Rausch und eine ganze Reihe von Zuständen gesteigerter bis überbordender Emotionalität wie die “Liebestrunkenheit”, die “Glückstrunkenheit” oder die “Freudentrunkenheit”. Trunkene Zustände sind ebenso exzessiv wie exzentrisch, und als solche sind sie Zustände anderer Ordnung, in denen vorübergehend außer Kraft gesetzt ist, was ansonsten gilt – um einer Eigengesetzlichkeit willen, die sich aus sich selbst heraus entfaltet. Darin liegt auch das gemeinsame Moment der Trunkenheit mit einer breiten Palette an verwandten Begriffen wie “Rausch”, “Ekstase”, “Dionysisches”, “Taumel”, “Trance” oder “Schwindel”, in denen ebenfalls eine kontemplative, reflexive oder emotionale Distanz zugunsten einer Steigerung der autopoietischen Intensität eingezogen wird. Um diese Grundfigur und auf diesem Begriffsfeld kreisen die Beiträge, die der vorliegende Band versammelt.