Search Results

You are looking at 1 - 4 of 4 items for

  • Author or Editor: Thomas-Michael Seibert x
  • Search level: All x
Clear All
In: Die Schreibszene als politische Szene

Abstract

Schreien passt nicht ins Gericht und eignet sich offenbar insgesamt nicht für eine Kommunikation. Wann und warum also schreit jemand trotzdem? Die Frage hat sich vor Ingeborg Bachmann für den psychiatrisch behandelten Senatspräsidenten Daniel Paul Schreber gestellt, und der Semiotiker Charles Sanders Peirce hat den Index des Rufs vom Ikon des Schreiens unterschieden. Schreien bleibt kommunikativer Erstheit (Firstness) verhaftet, während das Gericht auf Entscheidungen verpflichtet bleibt. Bachmann betont für die Wahrheit beides: das bloße Innewerden der Welt wie daneben die historisch zumutbare Wahrheit.

In: Sprache und Literatur
Das Schreiben umfasst mehr als den Akt der sprachlichen Formulierung: Es ›engagiert‹ und ›mobilisiert‹ die Körper der Schreibenden.
So gesehen kommt das Politische des Schreibens bereits dann zum Ausdruck, wenn sich die Bewegungen des schreibenden Körpers, die Mobilisierung der Schreibgeräte und die Beweglichkeit in der Sprache mit dem gesellschaftspolitischen Engagement und den Mobilmachungen der Moderne verbinden.
Vor diesem Hintergrund liefert der vorliegende Band eine erste Studie zum Ineinander von Schreiben und Politischem, mit der an die Tradition literaturwissenschaftlicher Forschung zur politischen Literatur und zum politischen Schreiben erinnert und angeknüpft, mit der aber auch neue Ein- und Ausblicke auf das Phänomen der politischen Schreibszene versucht und gewonnen werden soll.