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In: Menschennatur und politische Ordnung
In: Natur - Geschlecht - Politik
In: Pro domo

Abstract

In den Diskussionen und Theorien über die Bildkünste gewinnt in den Jahrzehnten um 1600 eine zuvor in dieser Form unbekannte Idee zentrale Bedeutung: die Vorstellung, daß die bedeutendsten Künstler ‘voraussetzungslose’ Werke schaffen können und sollen. Innovation läßt sich nun nicht mehr nur im Rahmen von Imitatio-Lehren begreifen, sondern auch als radikaler Traditionsbruch und Neuanfang (ein Mythos, auf den sich prinzipiell auch noch die Avantgarden um 1900 beriefen). Dabei war im kunsttheoretischen Verständnishorizont der Frühen Neuzeit diese bedingungslose novità nur zu verwirklichen, wenn ein Künstler ohne Lehrer (will sagen: ohne jede Traditionsanbindung) als Autodidakt und aufgrund angeborener Begabung einen Stil der unmittelbaren und ‘nicht-idealisierten’ Naturnachahmung entwickelte. Am Beispiel von Annibale Carraccis 1595 vollendeter Almosenspende des Hl. Rochus für eine Bruderschaftskirche in Reggio Emilia wird exemplarisch gezeigt, welche Konsequenzen diese Vorstellungen für das künstlerische Schaffen und den Umgang mit der Bildtradition hatten. Carracci versuchte, mit diesem monumentalen Gemälde eine neue Form des christlichen Historienbildes zu etablieren.

In: Innovation durch Wissenstransfer in der Frühen Neuzeit

Abstract

In den Diskussionen und Theorien über die Bildkünste gewinnt in den Jahrzehnten um 1600 eine zuvor in dieser Form unbekannte Idee zentrale Bedeutung: die Vorstellung, daß die bedeutendsten Künstler ‘voraussetzungslose’ Werke schaffen können und sollen. Innovation läßt sich nun nicht mehr nur im Rahmen von Imitatio-Lehren begreifen, sondern auch als radikaler Traditionsbruch und Neuanfang (ein Mythos, auf den sich prinzipiell auch noch die Avantgarden um 1900 beriefen). Dabei war im kunsttheoretischen Verständnishorizont der Frühen Neuzeit diese bedingungslose novità nur zu verwirklichen, wenn ein Künstler ohne Lehrer (will sagen: ohne jede Traditionsanbindung) als Autodidakt und aufgrund angeborener Begabung einen Stil der unmittelbaren und ‘nicht-idealisierten’ Naturnachahmung entwickelte. Am Beispiel von Annibale Carraccis 1595 vollendeter Almosenspende des Hl. Rochus für eine Bruderschaftskirche in Reggio Emilia wird exemplarisch gezeigt, welche Konsequenzen diese Vorstellungen für das künstlerische Schaffen und den Umgang mit der Bildtradition hatten. Carracci versuchte, mit diesem monumentalen Gemälde eine neue Form des christlichen Historienbildes zu etablieren.

In: Innovation durch Wissenstransfer in der Frühen Neuzeit
In: Naturkatastrophen
In: Pro domo