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Ulrich Seelbach

Abstract

Friedrich von Logau (1605-1655) verteilt seine Sinngedichte auf drei Bücher zu je zehn Centurien; zugleich werden sie in der chronologischen Folge ihrer Entstehung dargeboten. Diese Beobachtung Gustav Eitners läßt sich durch die externe Überlieferung (Einzeldrucke, Handschriften) weitgehend absichern. Der Dichter als sein eigener Nachlaßverwalter strukturiert damit die “Menge des menschlichen Fürhabens” nach der Fülle der von ihm durchschrittenen Jahre, dem Jahreskreis und den zurückgelassenen Tagen, als ein Werk in dem der Leser sich wiederfinden kann, weil es seine eigene erlebte Zeit spiegelt.

Ulrich Seelbach

Die ältere Quellen- und Zitatforschung zu François Rabelais und Johann Fischart hat in speziellen Untersuchungen und Kommentaren einen gewichtigen Beitrag auch zur Ermittlung der Mitarbeit des Lesers bei der Lektüre des Gargantua und der Geschichtklitterung, des Catalogus catalogorum und des Eulenspiegel reimen weis erbracht. Die Brauchbarkeit und Zuverlässigkeit dieser Forschungsbeiträge für die 'intertextuelle Dimension' der Texte wird eingehend bewertet. Im zweiten Teil wird das Interesse der Interpreten an der Ermittlung von 'Leserquellen' eruiert und nach dem Erkenntnisgewinn intertextueller Perspektiven anband einiger neuerer Publikationen gefragt.

Ulrich Seelbach