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Die Paderborner Gesangbuchgeschichte 1726–1818 öffnet den Blick auf die Entwicklung der Bücher und Lieder des Barock sowie der Aufklärung und zeigt Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte aus neuartiger Perspektive.
Dieser zweite Teil der Gesangbuchgeschichte für das (Erz-)Bistum Paderborn umfasst einen Zeitraum von rund 100 Jahren. In dieser Zeit ebnet das Gesangbuch als Begleitmedium dem Kirchenvolk den Weg zu einer verständigen Teilnahme an den Gottesdiensten und ist richtungweisend hinsichtlich der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Autorinnen untersuchen mithilfe kaum ausgewerteter Archivalien die kirchen-, kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Rolle des Gesangbuchs; und legen umfassend die Rezeptionsgeschichte dar. Die Publikation wird durch umfangreiches digitales Basismaterial (Synopsen, Reproduktionen von Gesangbüchern) ergänzt.
Der reich bebilderte Band zur gleichnamigen Wanderausstellung widmet sich der gegenseitigen Wahrnehmung von Briten und Westfalen. Denn die Briten haben Westfalen verändert. Sie kamen als Sieger, Befreier, Besatzer. Sie führten demokratische Strukturen ein und gründeten das Land Nordrhein-Westfalen.
Die dauerhafte Anwesenheit der Briten in Westfalen als Stationierungsstreitkräfte der NATO ermöglichte Begegnungen zwischen Deutschen und Briten – im offiziellen und im privaten Rahmen. Aber auch das Alltagsleben in den britischen Garnisonen wird beleuchtet, samt den unvermeidlichen Konflikten zwischen Militär und Zivilgesellschaft. Zudem nehmen die Autoren das zukünftige Erbe denkmalgeschützter Kasernen, Siedlungen sowie die Perspektiven für die ehemaligen Truppenübungsplätze in den Blick, prägen sie doch die Region mit.
Biografische Skizzen zur Hofkultur einer fürstbischöflichen Residenz
Die Kulturgeschichte des fürstbischöflichen Hofes in Neuhaus ist ein bislang wenig beachtetes Thema. Zu Unrecht. Vor allem die internationalen Beziehungen des Hofes auch jenseits der konfessionellen Grenzen verdeutlichen, dass Neuhaus in der Frühen Neuzeit ein Zentrum für Künstler und Gelehrte war. Der biographische Zugriff stellt die Akteure des fürstbischöflichen Hofes in den Mittelpunkt. Ihre personalen Netzwerke verbanden die höfische Kultur in Neuhaus mit den Höfen des Alten Reichs und vor allem mit Italien. Im Zentrum des Bandes stehen die Künstler, Gelehrten und Mitglieder des Hofstaates, die mit ihrer Tätigkeit die Kultur des Hofes prägten. Ihr Bezug zu Neuhaus und ihr Beitrag zur Gestaltung des Neuhäuser Hoflebens werden herausgearbeitet und so ein Einblick in den Alltag der fürstbischöflichen Residenz ermöglicht. Damit ist der Band auch für ein breites Publikum von Interesse. Das Buch ist reich bebildert und über ein Ortsregister erschlossen.