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Gegend am Aetna

Hölderlins Theater der Zukunft

Jörn Etzold

Hölderlins Texte eröffnen eine Bühne der Vielen und des Wandels. Das Buch zeichnet Hölderlins Suche nach einem anderen Zeitraum des Theaters in den Empedokles-Fragmenten, den „Anmerkungen“ zu Sophokles und in den chorischen „Gesängen“ nach. Hölderlin ist nicht am Theater gescheitert; er war nur nicht in der Lage, sich den Bedingungen anzupassen, denen das Theater seiner Zeit unterlag. Inmitten eines historischen Umbruchs sucht Hölderlin nach einer Bühne, auf der dargestellt werden kann, „daß keine Kraft monarchisch ist im Himmel und auf Erden“. Die Handlung des Trauerspiels Empedokles führt aus der Stadt Agrigent und ihrer politischen Bühne hinaus in die „Gegend am Aetna“ – in einen weiten, offenen Raum. Hier wird ein neuer Chor herbeigerufen, der von anderem, Nicht-Figürlichem, singen soll: von Winden, Strömen, Wolken, vom Zug der Vögel.
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Anfangen und Aufhören

Kulturwissenschaftliche Zugänge zum Ersten und Letzten

Edited by Stefan Neuhaus and Petra Kindhäuser

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Verlagspraxis und Kulturpolitik

Beiträge zur Soziologie des Literatursystems

Pawel Zajas

Die auswärtige Kulturpolitik ist kein genuines Objekt der Literaturwissenschaft. Dennoch beeinflussen kulturpolitische Vorüberlegungen ganz wesentlich auch die Verlagspraxis. Und umgekehrt: Verleger, Autoren und Kulturvermittler werden mitunter zu relevanten Mittlern im kulturpolitischen Spannungsfeld. Auch die Verlagspraxis im Bereich der Übersetzungsliteratur bedarf einer neuen literatursoziologischen Vermessung. Einblicke in (Verlags-)Archive erlauben es, das Verhältnis zwischen Literatur und Politik neu zu denken. Zugleich werden Selektions- und Produktionspraktiken im Literaturbetrieb analysiert, die sich üblicherweise der Forschung entziehen.
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Edited by Yvonne Delhey, Rolf Parr and Kerstin Wilhelms

Wie wird in autofiktionalen Texten die eigene Lebensgeschichte als utopische Erzählung gestaltet? Der Band widmet sich dieser Frage hinsichtlich der gesellschaftlichen, raumzeitlichen und medialen Dimension der utopischen Autofiktion. Die Utopie-Forschung hat sich schon seit längerer Zeit von idealisierten Zukunftsvisionen verabschiedet und diskutiert Utopie unter anderem als ‚Impuls’, ‚Methode’ oder als ein ‚Bewusstsein’, das sich nicht mit dem bestehenden Sein identifiziert. Hier setzt der Band an und fragt speziell nach dem Utopischen in autofiktionalen Lebensentwürfen.
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Hermetische Architektur

Überlegungen zu einer grundsätzlichen Dimension

Andreas K. Vetter

Hermetische Architektur - Diese Publikation unternimmt den Versuch, die Architektur auf eine besondere Qualität hin zu analysieren: auf ihre Verschlossenheit. Auch wenn dies auf den ersten Blick hin paradox erscheint, da ein Gebäude allein deshalb errichtet wird, um dem Menschen zu dienen und er es folglich auch betreten können muss, gibt es erstaunlich viele Aspekte, in denen etwas aufscheint, das man als ein grundsätzliches, hermetisches Geschlossensein beschreiben kann. Dies betrifft nicht nur ausgeführte Bauten, sondern auch theoretische Konzepte und Visionen. Um sich diesem Topos zu nähern, werden nicht nur offensichtlich für das Blockieren, Distanzieren oder Einschließen entworfene Bautypen wie militärische Bauwerke, Gefängnisse oder das allgemeine Prinzip der Wand behandelt. Die Untersuchung widmet sich auch performativen Elementen der Außenwirkung, subtilen räumlichen Ausgliederungen oder Phänomenen wie Spiegelung und Absenz. Der bewusst weit gefasste Betrachtungsrahmen reflektiert dabei mythisch-archaische sowie historische und aktuelle Architekturen, ergänzt durch kulturwissenschaftliche Aspekte des Bauens.
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Rechtsgefühl

Subjektivierung in Recht und Literatur um 1800

Florian Schmidt

Rechtsgefühl – Das menschliche Herz wird zum metaphorischen Quell des Rechts und rückt im gleichen Zug in den Fokus von Regierungs- und Erziehungstechnologien. Der Mensch wird im 18. Jahrhundert juridisch als Träger von Rechten und anthropologisch nicht nur als vernünftiges, sondern vor allem auch als empfindsames Wesen entworfen, das sich sowohl moralisch als auch rechtlich vom Vermögen des Gefühls leiten lassen kann und soll. Florian Schmidt arbeitet in seiner interdisziplinär angelegten Studie die wechselseitige Bezogenheit von Recht und Gefühl in literarischen, juridischen und philosophischen Texten um 1800 heraus und profiliert das Rechtsgefühl als ein für die Subjektbildung in der Moderne zentrales Konzept.
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Prosa schreiben

Literatur - Geschichte - Recht

Edited by Inka Mülder-Bach, Jens Kersten and Martin Zimmermann

Der Begriff der Prosa bietet wohl das einzige Beispiel für einen rhetorischen Terminus, der zu einer Leitmetapher der Moderne avacierte. Seit dem 18. Jahrhundert eignet diesem Begriff ein irreduzibler Doppelsinn: Einerseits bezeichnet er eine (schrift-)sprachliche Ausdrucksweise, die im Unterschied zum Vers metrisch nicht gebunden ist, andererseits eine Denkweise und eine Verfassung der modernen Welt, die in dieser ungebundenen Ausdrucksweise die ihr angemessene sprachliche Form findet. Die Beiträge des vorliegenden Bandes erkunden diesen Zusammenhang aus einer interdisziplinären Perspektive unter Bezug auf literarische und historiographische Prosa sowie die Prosa des Rechts.
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Slavoj Zizek

Die Philosophie des Realen

Hyun Kang Kim

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Recht auf Geschwätz

Geltung und Darstellung von Rede in der Moderne

Wim Peeters

Kaffeehäuser, Parlamente, Presse, Post, Telefon, Rundfunkmedien, Internet und Literatur bieten viel Gelegenheit zum Reden - Kritiker würden sagen zum »Geschwätz«.
Solange die Literaturproduktion von Gelehrten monopolisiert wurde, konnte der akademische Diskurs die Unterscheidung zwischen sinnhafter Rede und dem Abfallprodukt Geschwätz noch gewährleisten. Seitdem jedermann Literatur verfassen darf, mutiert das Problem der Gültigkeit von Geschwätz zum Rechtsproblem. Die Literatur hat zwar als Institution ihre Befugnisse weitgehend eingebüßt; die moderne Literatur teilt jedoch mit dem Geschwätz die Besonderheit, ihr Recht ganz aus eigener Kraft generieren zu können.
Autoren wie Blanchot, Beckett, Kafka und Melville ermächtigen sich so radikal des Geschwätzes, dass ihre Texte auch als theoretische Aussage gedeutet werden müssen.
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Hegels Begriff der "eigentlichen Metaphysik"

Systematische Untersuchungen zum Metaphysikverständnis Hegels

Zhili Xiong

Woran liegt es, dass trotz Hegels Behauptung, die spekulative Logik sei die eigentliche Metaphysik, ein Zwiespalt zwischen der metaphysischen Lesart und der nicht-metaphysischen bzw. transzendentalphilosophischen Lesart der Wissenschaft der Logik in der Hegelforschung zum Vorschein gekommen ist? Was für eine systematische Untersuchung der Wissenschaft der Logik wird methodologisch Hegels metaphysischem Anspruch gerecht? Anhand eines Überblicks über Hegels gesamte logische und enzyklopädische Philosophie versucht der Verfasser sowohl eine begleitende Lektüre für Hegel-Anfänger als auch eine erweiterte epistemische Lesart der Hegelschen Metaphysik für Hegel-Kenner anzubieten.