C.M.J. Sicking

MISCELLANEA KALLIMACHOS, EPIGRAMM XXI PF. Als das Telchinenbruchstuck bekannt wurde, hat R. Pfeiffer (Hermes 63, 1928, 330-1) die Verse 5/6 des Epigramms als inter- poliert betrachtet: das Selbstzitat ware undenkbar, die beiden Verse nur im Aitienprolog wirklich am Platze. In seiner Ausgabe (II

Althaus, Thomas

Degani, Enzo (Bologna) and Lausberg, Marion (Augsburg)

Federica Ciccolella

Series:

Georges Didi-Huberman

Series:

Bernhard Jahn

Abstract

Sinnlichkeit, verstanden als Wahrnehmungsleistung der Sinne, und Epigramm stehen in der Fruhen Neuzeit in einer engen Beziehung. Der Beitrag möchte zunächst anhand der Darlegungen Lessings und Herders zeigen, welche Aufgabe der sinnlichen Wahrnehmung in der Theorie des Epigramms zukommt. In einem zweiten Abschnitt geht es um die Praxis des Epigramms. Verschiedene Verfahren werden erörtert, um Sinnlichkeit im Epigramm zu evozieren. Eine besondere Rolle spielt dabei die Materialität der Schrift.

Rainer Hillenbrand

nicht in kreatürlicher Weise eine Zahl wie “Eins” oder Drei zu, die nach Thomas von Aquin “zur Seinsart der Quantität gehört”, das unquantifizierbare “Wesen Gottes” ist aber dennoch zugleich Einheit und Dreiheit. 23 In einem besonders gewagten Epigramm behauptet Scheffler, der Liebe sei “alles

Christer Henriksén

Martials Dichtergedichte. Das Epigramm als Medium der poetischen Selbstreflexion (Classica Monacensia 44). Tübingen, Narr Francke Attempto Verlag, 2012. x, 382 pp. Pr. €88.00 (pb). isbn 9783823367598. Over the past decade, several important studies of Martial have come from the Ludwig

Salomo in Schlesien

Beiträge zum 400. Geburtstag Friedrich von Logaus (1605-2005)

Series:

Edited by Thomas Althaus and Sabine Seelbach

Friedrich von Logau ist der wichtigste deutschsprachige Epigrammatiker des 17. Jahrhunderts. Auf den Titeln seiner Sammlungen erscheint der Autorname anagrammatisch verschrieben zu Salomon (i.e. Friedrich) von Golaw. Salomon “redete dreitausend Sprüche” (1 Könige 5,12), und Logau legt 1654 sein zu ebensolcher Größe ausgewachsenes Werk der Epigramme vor: Deutscher Sinn-Getichte Drey Tausend Das sind Kurzsatiren, Gelegenheitsgedichte, Devisen und lyrische Bemerkungen in Überzahl: ein Thesaurus kritisch reflektierten Wissens seiner Zeit. Da geht es aber nicht mehr um salomonische Weisheit in ihrer Urteilssicherheit und Apodiktik. Das Epigramm ist im 17. Jahrhundert das Genre scharfsinnigen, auch spitzfindigen Denkens, das sich nicht mehr an Normen ausrichten läßt. Jedes neue Epigramm Logaus verlangt einen Blickwechsel und eine andere Sicht auf die Welt. Das schließt Widerspruch und kritische Rücknahmen ein und ergibt im Resultat: Pluralität des Denkens.

s. Epigramm; Inschriften (metrische)...