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Dirk Fetzer

Aufgrund ihrer allesbedingenden Struktur erzwingt die moderne Rationalität unweigerlich, was schon Jacobi ‚Nihilismus’ nannte. Gegen die ‚negative Philosophie’ das Positive zu rechtfertigen und dennoch nichts an rationaler Klarheit einzubüßen ist das Ziel von Jacobis Philosophie des Unbedingten, die in ihrer architektonischen Komplexität und spezifischen Argumentationspraxis hier erstmals durchdrungen wird. Dem neuerdings wieder aufgeflammten Interesse an Jacobi – von seinen Zeitgenossen einhellig neben, teilweise sogar über Kant gestellt – sind bis jetzt die entscheidenden Merkmale von Jacobis eigener philosophischer Konzeption entgangen. Nur einem integralen Deutungsansatz, der Stellenwert und Arbeitsteilung aller Jacobischen Schriften berücksichtigt, erschließt sich der komplexe Stufenbau mehrerer relativ Unbedingter (positives Wissen, Freiheit usw.), deren Zugänglichkeit stets an ein Zusammenspiel verschiedener Vollzugsarten gebunden ist. Das krönende absolut Unbedingte, die ‚uneigennützige Liebe’, will Jacobi in seinen philosophischen Romanen ‚Allwill’ und ‚Woldemar’ durch Darstellung mißlingender und gelingender Intersubjektivität rechtfertigen. Eine kritische Erörterung der Grundbegriffe des bedingten und unbedingten Bedingens schützt Jacobis historisch so bedeutsame Philosophie vor überzogenen Aktualisierungsversuchen.

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Ives Radrizzani

In einem Brief vom 13. Februar 1800 an Jean Paul 1 hat Jacobi die noch ganz lebendige Erinnerung an seine Reaktion auf Fichtes Bestimmung des Menschen 2 in einer stilisierten Fassung festgehalten. Er hatte diesen Mitte Januar erschienenen Text knapp 15 Tage vorher erhalten. 3 Diese

Argumentationstheorie

Scholastische Forschungen zu den logischen und semantischen Regeln korrekten Folgerns

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Edited by Jacobi

Dialectic as the doctrine/art of disputing for and against a given thesis held a central position at the medieval schools and universities. The intensive examination of medieval manuscript sources in recent years has revealed the fertility and subtlety of scholastic thinking and its relevance to the modern study of logic and the philosophy of language. The contributions to this volume focus on a series of questions which were central to scholastic logic, the questions concerning the validity of argumentation and proof.
The 35 papers - written partly in English and partly in German - range from examinations of basic questions of syntax and semantics and of the theory of inference through presentations of the rules which define logical consistency, to treatments on the use of logic in the natural sciences, in practical discourse and in theology. Some of the texts being thoroughly analysed and interpreted are edited in this volume for the first time.
The authors include most of the established experts in the field and their papers provide a survey of the current state of research in both its historical and systematic aspects. The parallel English and German introductions by the editor link the individual papers to give an introduction to the scholastic theory of argumentation, which should also be comprehensible to non-specialists.

Nicolaisen, C.

Jacobi, Gerhard (25.11.1891 Bremen – 12.7.1971 Oldenburg), D., 1927 Domprediger in Magdeburg, ab 1930 Pfarrer in Berlin, 1945 Superintendent des Kirchenkreises Charlottenburg, 1946 Generalsuperintendent in Berlin, 1954–1967 oldenburgischer Landesbischof. J. war Mitbegründer und führendes Mitglied

Sandkaulen, B.

Jacobi, Friedrich Heinrich (25.1.1743 Düsseldorf – 10.3.1819 München), Philosoph und Romanautor, gehört als ihre »graue Eminenz« zu den bedeutendsten Gestalten der klass. dt. Philos. Er selbst hat sich einen »privilegierten Ketzer« genannt und damit seine epochale Doppelrolle markiert. Aufgrund

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Ives Radrizzani

Querelle de l’athéisme. Il n’est sans doute agréable pour personne d’être accusé d’athéisme et de voir ses moyens d’existence coupés, mais là n’était pas encore le plus grave: l’accusation d’athéisme se doubla en effet d’un volet philosophique. Jacobi, sollicité publiquement par Fichte d’intervenir en sa

Gregory S. Moss

In Nishitani’s The Self-Overcoming of Nihilism, Nishitani explores, among other related topics, the history of the problem of Nihilism in the West. Conspicuously absent from Nishitani’s historical analysis is the thought of Friedrich Heinrich Jacobi, who famously raised the charge of Nihilism against Fichte’s philosophy in 1799. As is evident from a variety of Hegel’s texts, Hegel explicitly responds to Jacobi’s charge against Speculative Idealism and designs his philosophy in part as a response to Jacobi’s charge of Nihilism. On the one hand, Nishitani fails to appreciate Hegel’s philosophy as a responseto the problem of Nihilism because he has an incomplete possession of the history of the problem. On the other hand, Nishitani’s critique of Hegel begs the question.Nishitani’s dogmatic rejection of Hegel appears to be grounded in his methodological approach to the philosophy of history, which assumes the falsehoodof Hegel’s account. Jacobi’s charge against Speculative Idealism consists in the Idealist’s failure to account for the very existence of the world. On his view, philosophy is Nihilism because the world disappears completely from philosophical speculation. Hegel attempts to overcome this charge of Nihilism by re-thinking the structure and content of reason.

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Cornelia Ortlieb

Die Praktiken und Materialien philosophischen Schreibens um 1800 entfaltet das Buch am Beispiel der Romane, Abhandlungen und Briefe des Schriftstellers und Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi. Am Anfang dieses Schreibens als Kritik und Kommentar steht in der Regel das fremde gedruckte Buch, das handschriftliche Anmerkungen und Ergänzungen erhält. Diese Verfahren der Aneignung sind bereits Teil eines Schreibprozesses, der mit der Drucklegung eigener Texte nur ein vorläufiges Ende findet. Die Analyse dieser Praktiken der Revision zeigt, wie Jacobis Texte die Möglichkeiten des Denkens auf Papier vorführen und reflektieren und so zur Formulierung einer neuartigen Konzeption philologischer Gewissheit beitragen.

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Klaus Hammacher and Hans Hirsch

Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819), Philosoph und Schriftsteller, wirkte 1772-1779, bevor er mit dem Spinozastreit (1785/86) als Philosoph berühmt wurde, als Wirtschaftspolitiker in kurfürstlichen Diensten, und zwar als Hofkammerat und Geheimrat in den Rheinlanden (Jülich-Berg) und kurze Zeit in Bayern (1779). Aufbauend auf die Theorien der sog. Physiokraten, z.B. eines Turgot, und der Freihandelslehre Adam Smith kämpfte er, wenn auch mit bescheidenen Erfolgen, für einen von staatlicher Bevormundung freien Markt. Aufgrund bisher unbekannter Dokumente wird diese Tätigkeit minutiös rekonstruiert. Philosophisch eine nicht unbedeutende Komponente in der Ausbildung moderner Vertragstheorien, erscheint sie theoriegeschichtlich als ökonomische Leistung, die nachhaltig auf die Herausbildung moderner Wirtschaftsformen eingewirkt hat.