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Die Seele im 20. Jahrhundert

Eine Kulturgeschichte

Kocku von Stuckrad

Von den Wissenschaften weitgehend vergessen, doch allgegenwärtig in der heutigen Kultur: Die Seele. Wie ist dieser „Seelenverlust“ zu erklären, und wie kommt es, dass die Seele heute wieder so populär ist?
Das Buch erzählt die faszinierende Geschichte der Seele im 20. Jahrhundert aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Zu Beginn des Jahrhunderts fester Bestandteil kultureller Debatten zwischen Psychologie, Philosophie, Religionswissenschaft, Literatur und Politik, erfuhr die Seele nach 1950 einen großen Aufschwung außerhalb der Universitäten und wurde zum zentralen Bezugspunkt populärer Kultur – von alternativen Therapieformen bis hin zu Literatur, Film, neuen spirituellen Bewegungen sowie ökologischen und politischen Programmen. Die Analyse zeigt, dass Seelenkonzepte wichtige Träger von Religion in einer nur scheinbar säkularisierten Moderne sind.
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Konfessionskulturen

Die Europäer als Protestanten und Katholiken

Michael Maurer

Katholisch oder evangelisch? Die Reformation trennte die europäischen Gesellschaften seit dem 16. Jahrhundert in zwei feindliche Blöcke. Doch seit der Aufklärung im 18. Jahrhundert schienen die Religion und auch die Konfessionen zunehmend belanglos zu werden. Aber stimmt dieser Eindruck wirklich?
Betrachtet man die in Europa teils bis heute herrschenden Einstellungen zu Kunst und Musik, zu Literatur und Sexualität wird allenthalben deutlich, dass sich unterschiedliche Zugänge je nach konfessioneller Prägung erkennen lassen. Die Aufklärung, die das Konfessionelle Zeitalter überwand und die Vorherrschaft einer protestantischen Kultur etablierte, war nicht das letzte Wort der Geschichte. Auf die Entkonfessionalisierung im „Zeitalter der Vernunft“ folgte im 19. Jahrhundert eine erneute Bekräftigung der Gegensätze zwischen Protestanten und Katholiken –
mit Nachwirkungen bis heute.
Michael Maurer verfolgt Aufstieg, Niedergang und Wandel der Konfessionskulturen in Europa vom 16. Jahrhundert bis heute –
eine Entdeckungsreise, die auch denjenigen, die sich religiös nicht gebunden fühlen, unerwartete Einsichten über die eigenen Prägungen eröffnen kann.

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Visualisierung des Ungeborenen

Interdisziplinäre Perspektiven

Edited by Heiner Fangerau and Daniel Hornuff

Obwohl das Ungeborene ein Unsichtbares ist, zählen Darstellungen von ihm zu den überzeugungsstärksten Bildern der westlichen Kultur. Der Band fragt nach den Gründen – und lässt unterschiedlichste Disziplinen zu Wort kommen.
Antworten auf die Frage nach dem visuellen Status des Ungeborenen geben Positionen aus der Medizin- und Rechtsgeschichte, aus der Kunstgeschichte ebenso wie aus der Körperforschung, und nicht zuletzt sind es ethische und allgemein kulturwissenschaftliche Perspektiven, die sich Bildern vom Ungeborenen widmen. So liegt erstmals ein breites Panorama an Zugängen zu einer Bildform vor, die sowohl in medizindiagnostischen als auch privaten und populären Zusammenhängen zentrale Funktionen übernimmt. Die Frage, welche Rollen Bilder von Ungeborenen spielen, gibt somit auch Hinweise darauf, welche Bedeutung beginnendem Leben jeweils zugedacht wird.
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Gerechtigkeit im späten Zarenreich

Ideen, Konzepte, Wahrnehmungen

Series:

Anna Lenkewitz-Salminen

„Gerechtigkeit bildet einen zentralen Grundsatz des gesellschaftlichen Lebens überhaupt und ist aus der moralischen Reflexion sowie aus der normativen Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens nicht wegzudenken.“ Weil dem so ist, haben sich Menschen schon immer und ohne, dass das Thema jemals an Aktualität eingebüßt hätte, mit der Frage beschäftigt, was Gerechtigkeit sei und wie sie sich verwirklichen lasse.
Das betrifft die Frage nach einem gerecht gestalteten menschlichen Zusammenleben ebenso wie die Frage nach einer angemessenen Verteilung von Gütern und Lasten, Rechten und Pflichten in einer Gesellschaft. Letzten Endes aber ist das Nachdenken über gerechte gesellschaftliche Verhältnisse unweigerlich verbunden mit der Frage nach der Gerechtigkeit von Machtverhältnissen und damit von Herrschaft.

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Vom Umgang mit den Toten

Sterben im Krieg von der Antike bis zur Gegenwart

Martin Clauss

Edited by Martin Clauss, Stefanie Rüther and Ansgar Reiß

Die Geschichte des Krieges als Geschichte des Todes zu schreiben, führt ins Zentrum einer Militärgeschichte als Geschichte organisierter Gewalt. Das gegenseitige Töten und die Toten bilden eine elementare Herausforderung kriegerischen Planens, Handelns und Denkens.
Jede Gesellschaft, heroisch oder postheroisch, ist auf die Unterstützung zumindest eines Teiles ihrer Mitglieder angewiesen, um Kriege zu führen. Der Rechtfertigungsdruck, den Kriege erzeugen, nimmt durch Anzahl und Qualität der Kriegstoten zu. Diese werden heroisiert, marginalisiert, ökonomisiert, kontextualisiert oder geleugnet.

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Lose Leute

Figuren, Schauplätze und Künste des Vaganten in der Frühen Neuzeit

Edited by Franz Fromholzer, Jörg Wesche and Julia Amslinger

Anhand von literarischen und historischen Textzeugen des 16. bis 18. Jahrhunderts beschreibt das Buch ›lose Leute‹ und ihre Künste jenseits der abwertenden Sammelkategorie des Vagabunden. Erstmals systematisch sichtbar gemacht wird auf diese Weise die kulturdynamische Bedeutung frühneuzeitlicher Mobilität.
›Lose Leute‹: Mit dieser Formel Harsdörffers unternimmt das Buch die (literar-)historische Bestandsaufnahme eines Gattungs- und Medienhorizonts des Vaganten, der sich von indizierenden Quellen (z. B. Liber vagatorum) über fiktionale Genres (z.B. Schelmenroman, Fastnachtspiel) bis zu ephemeren Textzeugen (z.B. Flugblatt, Theaterzettel) erstreckt. Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion zeitgenössischer Existenz- und Ausdrucksformen des Vaganten in Literatur, Musik und bildender Kunst. Auf diese Weise konturiert sich frühneuzeitliche Mobilität als neuer Forschungsgegenstand.
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The series will be of interest to anybody interested in questions of cosmopolitan and vernacular in the Sinographic Cosmopolis—specifically, with respect to questions of language, writing and literary culture, embracing both beginnings (the origins of and early sources for writing in the sinographic sphere) and endings (the disintegration of the Sinographic Cosmopolis in places like Korea, Japan and Vietnam, and the advent of linguistic modernity throughout all of the old Sinitic sphere. In addition, the series will feature comparative research on interactions and synergies in language, writing and literary culture in the Sinographic Cosmopolis over nearly two millennia, as well as studies of the 'sinographic hangover' in modern East Asia-critical and comparative assessments of the social and cultural history of language and writing and linguistic thought in modern and premodern East Asia.
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Sociability Associations

A Literature Review

Robert A Stebbins

Friendly social relations during free time, referred to here as leisure-based sociability, constitute a prominent reward of participation in groups based on voluntary membership, consisting for this review mainly of amateurs, hobbyists, volunteers, and their associations. This benefit is analyzed according to two subtypes: sociable nonprofit associations and social clubs. The goal of this issue of the Voluntaristics Review is to examine the leisure component of these two subtypes as framed in the serious leisure perspective (SLP), put nonprofit sociability in organizational context, and then review the empirical literature bearing on it. Excluded are the studies and theoretic treatises approaching nonprofit groups from another angle (e.g., organizational structure, management issues, funding sources, governmental regulation, type of employment). Specifically, this review centers on the relevant publications listed in the SLP website bearing on amateurs, hobbyists, and career volunteers (the serious pursuits), casual leisure, and project-based interests. It includes several extensions of the theory and research on leisure-related aspects of aging and retirement, arts and science administration, library and information science, positive psychology, therapeutic recreation and disability studies, and tourism and event analysis. Compared with the specialties in leisure studies, the SLP casts by far the broadest theoretical and empirical net in that interdisciplinary field. The research reviewed shows that such talk—generically known as socializing—reflects one or more of 14 themes. In general, members find sociability in these clubs and associations in and around the core activities they pursue there and on which the two subtypes have formed. The studies reviewed, taken together, provide considerable validation of the proposition that leisure-based sociability is a prominent reward of participating in a multitude of volunteer groups. Leisure-based sociability is essentially micro-analytic, but when viewed through the lens of the SLP, it can be further understood using meso and macro levels of analysis.
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Aztec Religion and Art of Writing

Investigating Embodied Meaning, Indigenous Semiotics, and the Nahua Sense of Reality

Series:

Isabel Laack

In her groundbreaking investigation from the perspective of the aesthetics of religion, Isabel Laack explores the religion and art of writing of the pre-Hispanic Aztecs of Mexico. Inspired by postcolonial approaches, she reveals Eurocentric biases in academic representations of Aztec cosmovision, ontology, epistemology, ritual, aesthetics, and the writing system to provide a powerful interpretation of the Nahua sense of reality.

Laack transcends the concept of “sacred scripture” traditionally employed in religions studies in order to reconstruct the Indigenous semiotic theory and to reveal how Aztec pictography can express complex aspects of embodied meaning. Her study offers an innovative approach to nonphonographic semiotic systems, as created in many world cultures, and expands our understanding of human recorded visual communication.

This book will be essential reading for scholars and readers interested in the history of religions, Mesoamerican studies, and the ancient civilizations of the Americas.

'This excellent book, written with intellectual courage and critical self-awareness, is a brilliant, multilayered thought experiment into the images and stories that made up the Nahua sense of reality as woven into their sensational ritual performances and colorful symbolic writing system.'
Davíd Carrasco, Harvard University
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Series:

Ayse Ozge Kocak Hemmat

The Turkish Novel and the Quest for Rationality is the first book to contextualize the Turkish novel with regard to the intellectual developments motivating the Turkish modernization project since the 18th century. The book provides a dialectical narrative for the emergence and development of the Turkish novel in order to highlight the genre’s critical role within the modernization project. In doing so, it also delineates the changing forms the novel assumes in the Turkish context from a platform for new literature to a manifestation of crisis in the face of totalizing rationality. Vis-a-vis modernization's engagement with rationality, The Turkish Novel and the Quest for Rationality reveals unexplored ways of conceptualizing the development of the genre in non-western contexts.