3 Die Eucharistiefeier für die Toten. Theologische Motive und Neuakzentuierungen in der altrömischen und frühmittelalterlichen Euchologie

in Sanctifying Texts, Transforming Rituals
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Das Frühmittelalter mit der Verlagerung des maßgeblichen liturgischen Einflussbereichs aus der Kirche Roms in den gallisch-fränkischen Raum ist eine der Epochen, in denen die Euchologie einen stärkeren Wandel von Theologie und Mentalitäten, von geistlichen Strömungen und Kulturen zum Ausdruck bringt. Der Beitrag zeigt diese Transformationen anhand der euchologischen Texte für die Totenliturgie auf. Als Quellen dienen dafür das Veronense als die älteste römische Sammlung von Gebetstexten, das Sacramentarium Gelasianum vetus, die fränkischen Gelasiana des 8. Jahrhunderts sowie das Supplementum zum Gregorianischen Sakramentar. Ein veränderter Umgang mit Sterben und Tod, ein neues Verständnis von den Heilsfrüchten der Totenmessen, verbunden mit einer Materialisierung und einer gezählten Frömmigkeit, andere Vorstellungen vom Zustand der Seele nach ihrem Tod einschließlich einer wachsenden Dialektik von Seele und Leib, eine stärkere Furcht vor dem Gericht Gottes am Ende der Zeit sind Charakteristika des frühen Mittelalters. Dabei spielen auch die von den britischen Inseln her kommende Bußtheologie und -praxis mit Bußkommutationen und anderen Mitteln zur Erlangung des Seelenheils eine entscheidende Rolle mit. Der gesamte Prozess zeigt exemplarisch, wie sehr liturgische Transformationen eingebunden sind in umfassendere Entwicklungsprozesse, diesen Ausdruck verleihen und sie zugleich wieder fördern und orientieren.


Sanctifying Texts, Transforming Rituals

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