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Abstract

Vorliegende Studie befaßt sich mit der Frage, welche Innovation Martin Luthers reformatorische Theologie im Hinblick auf die Exegese der Jona-Erzählung zeitigte, insbesondere im Vergleich zur antik-christlichen Entzifferung dieses biblischen Textes. Besonderes Augenmerk wird hierbei einesteils auf die für Luther spezifischen, innovativen Zuspitzungen gerichtet, etwa hinsichtlich der Porträtierung des Propheten als eines homo peccator, seiner prototypischen Bedeutung als exemplum fidei sowie der von ihm in Erfahrung gebrachten und durch den Glauben überwundenen Höllenerfahrung im Inneren des Fisches. Andererseits wird gezeigt, in welch tiefgreifender Weise – nicht zuletzt hinsichtlich der typologischen Fruchtbarmachung der alttestamentlichen narratio – die Jona-Auslegung Luthers verwurzelt ist in der Exegese-Tradition der Alten Kirche. Anhand dieser spannungsreichen Konstellation läßt sich beispielhaft beobachten: Innovation kann sich nur ereignen im steten Rekurs auf die Tradition, der zugleich geleitet ist von der sachkritisch sich auswirkenden Erkenntnis, daß je und je neu danach zu fragen ist, wie die biblischen Texte von der theologischen Mitte der Heiligen Schrift her auszulegen sind.

Innovation durch Wissenstransfer in der Frühen Neuzeit

Kultur- und geistesgeschichtliche Studien zu Austauschprozessen in Mitteleuropa

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