WER WACHT? WER SCHLÄFT?:‘GENDERTROUBLE’ IM TAGELIED DES 15. UND 16. JAHRHUNDERTS

in Deutsche Liebeslyrik im 15. und 16. Jahrhundert
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Thema des Beitrags ist die im Tagelied anzutreffende geschlechtsspezifische Verteilung von ‘Schlafen’ und ‘Wachen/Wecken’: Weckt im höfischen Tagelied in der Regel die wache Frau den schlafenden Mann, so finden sich ab 1400 immer mehr Lieder, in denen der bereits erwachte Mann seine noch schlafende Geliebte weckt. Dabei verfügen ‘Schlafen’ und ‘Wachen/Wecken’ über eine konstante liebesmetaphorische Semantik. Die Umkehrung in der Rollenzuweisung im Tagelied um 1400 ist jedoch nicht in einer veränderten Semantik von ‘Schlafen’ und ‘Wachen/Wecken’, sondern lediglich in der veränderten Konstellation der Paarbeziehung begründet. Mit dem Serena-Tagelied bildet das 15. und 16. Jahrhundert schließlich noch eine weitere (ebenfalls liebesmetaphorische) Semantik aus, die in Konkurrenz (und Konflikt) zu den überkommenen Systemen steht.

Deutsche Liebeslyrik im 15. und 16. Jahrhundert

18. Mediävistisches Kolloquium des Zentrums für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am 28. und 29. November 2003

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