“DIE AUFFGEWECKTE CHIMAERA”: MYTHOS UND WIRKLICHKEITSVERARBEITUNG IN LOGAUS EPIGRAMMEN

in Salomo in Schlesien
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Der Beitrag untersucht Strategien der Repräsentation von Krieg und Kriegsgewalt in der Barockzeit und vor allem bei Logau. Auffallend sind vergleichsweise nüchterne Kriegsdarstellungen, welche das stoische Pathos und die rhetorisch überbordenden Schreckensdarstellungen seiner Zeitgenossen vermeiden. Logau verwendet stattdessen epigrammatische Verkürzungsformeln (wie die Pointe), welche die Darstellung des Schreckens abbrechen oder ganz der Vorstellung des Lesers überlassen. Mythen wie der Kriegsgott Mars oder in einem Fall die Chimäre werden Kurzformeln für Kriegsgewalt, was dem gattungsbedingten Anspruch auf Ökonomie der sprachlichen Mittel im Epigramm auf exemplarische Weise entgegenkommt.

Salomo in Schlesien

Beiträge zum 400. Geburtstag Friedrich von Logaus (1605-2005)

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