HÖFLICHES LACHEN. Die distinguierende Komik der höfischen Gesellschaft (am Beispiel von Christian Friedrich Hunolds Satyrischer Roman)

in Anthropologie und Medialität des Komischen im 17. Jahrhundert (1580-1730)
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Abstract

Die Studie verfolgt die Anthropologie und Performativität des Komischen, wie sie in der Galanterie um 1700 ausgebildet wurden, exemplarisch anhand von Christian Friedrich Hunolds Satyrischem Roman. Das ‘höfliche Lachen’ als Sprachhandlung sowie der ‘vergnügliche Scherz’ als Handlung konstituieren Kommunikationssituationen im sozialen Raum der höfischen Gesellschaft, in der sich die Figuren einerseits durch ihre spezifische soziale Praxis distinguieren können, andererseits jedoch durch ihre defiziente Praxis den Spott der Galanten hervorrufen, indem ihr Ungenügen öffentlich ausgestellt wird. Die galante Satire fokussiert zudem diejenigen Figuren, die die Grenzen der Distinktion zu transgredieren versuchen, um diesem Bestreben aggressiv entgegenzuwirken. Der galante Satiriker vergnügt die höfische Gesellschaft folglich dadurch, dass er sowohl den ihr gebührenden ‘feinen Scherz’ zum Ausdruck bringt als auch dadurch, dass er diejenigen als komische Figuren präsentiert, die der Distinktion dieses sozialen Raumes nicht genügen.

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