Die Würde des Menschen

Ein Beitrag zur Anthropologie in der Alten Kirche

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There can be no doubt that there is a link between early Christian statements on human dignity and the corresponding modern concept, as it appears ever more frequently in current bioethical debates. This study attempts to throw light on the surprisingly complex process of the emergence of such a Christian concept of human dignity in antiquity and portrays it as a process governed by contradictions and antagonisms: between biblical and platonic anthropology; between a platonic and a stoic perception of humanity; between gnostic and antignostic cosmology; between biblically based criticism of human culture on the one hand and heilsgeschichtlichem cultural optimism on the other hand; between Greek and Roman thinking. This history of the idea of the “dignity of man” is being recounted taking into consideration the complex matrix of Christian theory and practice (including issues such as worship, contraception and abortion), piety and theological reflection, ethics, liturgy and theological as well as cutural anthropology.

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Bei dieser Studie handelt es sich um den Versuch einer zusammenfassenden Darstellung der christlich-antiken Auseinandersetzung mit der Würde des menschlichen Lebens Diese wird nicht nur gegenwärtig etwa in der Bioethik wieder kontrovers diskutiert, sondern ist auch in der Antike ein Feld philosophischer und theologischer Überlegungen gewesen. Volp fragt, inwieweit sich in den Schriften der antiken christlichen Denker die Vorstellung einer mit einer besonderen Würde ausgestatteten gemein-menschlichen Natur findet, die Menschen von Tieren und von belebter und unbelebter Materie unterscheidet, und wie diese Natur gefaßt und begründet wird. Ausgehend von der These, daß diese Überlegungen nicht nur Auswirkungen auf die ethische und religiöse Praxis der Alten Kirche hatten, sondern umgekehrt auch entscheidend von ihr geprägt wurden, konzentriert sich die Arbeit nicht nur auf die theoretischen Äußerungen der Kirchenväter, sondern bezieht ethische Konkretionen (Schwangerschaftsabbruch, Umgang mit Menschen mit Behinderungen, Krieg) und den christlichen Kult mit in die Untersuchung ein. Zum Vorschein kommt ein überraschend komplexes Bild einer alles andere als selbstverständlichen geistesgeschichtlichen Entwicklung, deren Folgen bis in die heutige Zeit nachwirken.
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Biographical Note

Ulrich Volp, Dr. habil. (Universität Bonn), is—after studies in Marburg, Heidelberg, Bonn, St. Andrews und Cambridge, and an appointment at Birmingham University— Privatdozent in Patristics at Bonn and is currently (2006) acting professor (Lehrstuhlvertretung) in Church History. His publications include Tod und Ritual in den christlichen Gemeinden der Antike (Brill, 2002), various articles on ancient Christianity and an edition of Adolf v. Harnack (Cicero 2001).

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Ulrich Volp, Dr. theol. und habil. (Universität Bonn), ist—nach Studium in Marburg, Heidelberg, Bonn, St. Andrews und Cambridge und einer wissenschaftlichen Stelle an der Universität Birmingham—Privatdozent in Bonn und vertritt dort zur Zeit (2006) einen Lehrstuhl in Kirchengeschichte. Zu seinen Veröffentlichungen zählen neben zahlreichen patristischen Artikeln und Aufsätzen das Buch Tod und Ritual in den christlichen Gemeinden der Antike (Brill, VCS 65, 2002) und eine Edition mit Schriften Adolf v. Harnacks (Cicero 2001).

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