Martin Bucer Briefwechsel/Correspondance: Band VIII (April 1532 - August 1532)

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Nachdem Bucer sich im Winter 1531/32 in Straßburg mit den dort zahlreich versammelten Dissenters auseinandergesetzt hat, rückt ab dem Frühjahr 1532 wieder die Reichspolitik ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit, als in Schweinfurt in Bucers Gegenwart die Verhandlungen über einen befristeten Waffenstillstand zwischen Kaiser und Protestanten beginnen. Erst Bucers theologische Gutachten und Argumentationshilfen eröffnen den Oberdeutschen dort die Möglichkeit, die Lehrformulierungen der Confessio Augustana und ihrer Apologie mitzutragen und so gegen das Kalkül des Kaisers die politische Isolation zu vermeiden. Während die lutherische Seite dies als Wechsel auf ihre Seite deutet, fühlen sich die Zwinglianer im Stich gelassen, zumal Bucer seine scharfe Kritik an deren Akzeptanz des Zweiten Kappeler Landfriedens bekräftigt. So muss Bucer sich für die Unterschrift von Schweinfurt vielfach rechtfertigen. Ausführlich und theologisch substantiell tut er dies in seinen Schreiben an Bonifatius Wolfhart, Leo Jud und Heinrich Bullinger.
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Biographical Note

Wolfgang Simon, Dr. theol., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungen zur Kirchengeschichte des 16. Jahrhunderts.

Berndt Hamm, Dr. theol., ist ordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungen zu spätmittelalterlicher Theologie und Frömmigkeit, zur Geschichte des Humanismus, zur deutschen und europäischen Reformationsgeschichte und zum Verhältnis von Theologie und Nationalsozialismus in Deutschland.

Reinhold Friedrich, Dr. theol., ist außerplanmäßiger Universitätsprofessor und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erlangen-Nürnberg. Forschungen zur Kirchengeschichte des 16. Jahrhunderts und zur Liturgiewissenschaft des 19. Jahrhunderts.

Review Quotes

"The Bucer editors should be commended for their hard work in producing such a fine volume. The critical edition of Bucer’s correspondence will be of immense service to Reformation scholars for generations to come."
Milton Kooistra, York University, Canada. In: Sixteenth Century Journal, Vol. 44, No. 2 (2013), pp. 488-489.

"Der eigentliche Editionsteil des Bandes ist an technischer Sorgfalt und Ausführlichkeit der Kommentierung nicht zu überbieten. [...] Dass sowohl Forscher als auch Laien von der hilfreichen Bearbeitung von Quellen profitieren werden, [...] kann als Understatement gelten."
Stephen E. Buckwalter, Universität Heidelberg. In: Zwingliana, Vol. 39 (2012), pp. 165-168.

"Der Martin Bucer Briefwechsel zählt zu den vorzüglichsten Editionsprojekten der gegenwärtigen Frühneuzeitsforschung. Editorisch sauber gearbeitet, inhaltlich höchst anregend und international ausgerichtet, lassen die jüngst erschienenen Bänden kaum etwas zu wünschen übrig. Im achten Band […] wird der hohe Qualitätsstandard nun in beeindruckender Weise fortgesetzt."
Christopher Spehr, Jena. In: Theologische Literaturzeitung, Bd. 138:5 (2013). S. 580-582.

"Der Umstand, dass der Edition eine erläuternde Einleitung vorangestellt ist, kann kaum überschätzt werden. [...] Der Text wurde mit Sorgfalt erstellt; auch diffizile Stücke sind anhand der Editionsprinzipien übersichtlich und nachvollziehbar ediert worden. [...] Bei der Erarbeitung einer textkritischen Ausgabe kommt hinzu, dass auch noch Konzepte, Streichungen, Hinzufügungen mit einbezogen werden, und häufig ist die Interpunktion zu normalisieren. Dafür braucht es Erfahrung und Geduld. Die Bearbeiter haben diese Schwierigkeiten auf bewährte Weise gemeistert."
Judith Steiniger, Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte, Universität Zürich. In: Revue d’Histoire Ecclésiastique, Vol. 4, No. 3 (2011) pp. 713-715.

Readership

Theologen, Historiker, insb. Kirchenhistoriker, Pfarrer und interessierte Laien, denen das 16. Jahrhundert am Herzen liegt, die sich für die Reformationsgeschichte interessieren, insbesondere die verschiedenen Ausrichtungen und Differenzierungen der Reformationsbewegung kennen lernen wollen.

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