Fliessende Übergänge

Historische und theoretische Studien zu Musik und Literatur

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Editor: Hans Ester
Während des zwanzigsten Jahrhunderts sucht die Musikwissenschaft das Gespräch mit anderen Kunstwissenschaften, etwa mit der Literaturwissenschaft. Das Herz dieser die Grenzen der Fachdisziplinen übersteigenden Verbindungen bilden umfassende Fragestellungen der Verhaltensforschung und der Philosophie. Solchen Fragestellungen liegt die Einsicht in den komplexen Zusammenhang kultureller Erscheinungen zugrunde. Infolgedessen wird die Atomisierung der Kunstwissenschaften heutzutage mehr und mehr von einer integrativen Betrachtungsweise abgelöst.
Die fließenden Übergänge meinen das fruchtbare Zusammenspiel der einzelnen Kunstdisziplinen und die intensive Zusammenarbeit der Musikwissenschaft mit der Philosophie und der Psychoanalyse. Einige psychoanalytisch orientierte Beiträge beschäftigen sich mit Franz Schubert, Robert Schumann, Clara Schumann und Johannes Brahms, während andere ihre Analysen der Werke von W.A. Mozart und Arnold Schönberg auf Theodor Adornos Kunstphilosophie gründen. In Richard Wagner, Arnold Schönberg und Paul Celan sind sowohl die Musik als auch die Literatur vertreten. Bei Paul Klee steht die Spannung zwischen Klang und Farbe im Mittelpunkt der Analyse. Fließende Übergänge möchten auch den Pionieren der Musikwissenschaft in den Niederlanden den Tribut zollen: Eduard Reeser, Hélène Nolthenius, Marius Flothuis.

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Eduard REESER: Musikwissenschaft in den Niederlanden bis 1960. Hans ESTER/Etty MULDER: Eduard Reeser, der Nestor der niederländischen Musikwissenschaft. Etty MULDER: Über Hélène Nolthenius. Hans ESTER/Etty MULDER: Gespräch mit Marius Flothuis. Joyce KILIAAN: Marius Flothuis und deutsche Kultur. Etty MULDER: Bemerkungen zu Paul Celans Todesfüge. Ewout van der KNAAP: Celan-Vertonungen in den Niederlanden. Joost LANGEVELD: Im Banne des Ringes. Ideologische Ingredienzen im Werk Wagners. Gertie BÖGELS: Die Schicksale der Psychoanalyse in den Niederlanden. Ludwig HAESLER: Zur musikalischen Struktur und psychischen Dynamik der Sprachvertonung bei Franz Schubert und Robert Schumann. Etty MULDER: Erhabener Schmerz, die Distanziertheit von Johannes Brahms. Hendrika C. HALBERSTADT-FREUD: Clara Schumann: Frauenliebe und Leben. Een psychoanalytisch onderzoek. Harald HASLMAYR: Das Denken Theodor W. Adornos in der Postmoderne. Etty MULDER: Adorno und die Musik. Erster Exkurs: Mozart jenseits der Aufklärung. Zur Entwicklung der musikalischen Subjektivität. Etty MULDER: Zweiter Exkurs: Einige Bemerkungen zu Adornos Theorie der Materialbeherrschung vor dem Hintergrund des Begriffs Dekonstruktion. Gustav Mahler, Arvo Pärt und die Reprise. Etty MULDER: Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau als Vollendung der Orphischen Klage; Zeit und Gestalt des Schrecklichen in der Musik. Liesbeth van HARMELEN: Adorno en het Expressionisme in de muziek. Hannedea van NEDERVEEN MEERKERK: Paul Klee zwischen Klang und Farbe. Von einem Musiker, der Maler wurde.