Timor Teutonorum

Angst vor Deutschland seit 1945: eine europäische Emotion im Wandel

Die Angst vor Deutschland und den Deutschen war und ist eine der am tiefsten sitzenden kollektiven Emotionen in den Gesellschaften Europas. Sie prägt die Wahrnehmung der Deutschen durch andere Europäer und spielt eine Schlüsselrolle bei internationalen politischen Entscheidungen. Aber wie kann man eine Gefühlskultur wissenschaftlich fassen? Pierre-Frédéric Weber schreibt eine Zeitgeschichte der sich wandelnden europäischen Gefühlskulturen in Bezug auf die Deutschen. Seine Methoden gewinnt er aus einer um kulturwissenschaftliche Ansätze bereicherten Soziologie der Emotionen. Er fragt nach Konstruktion, Dauerhaftigkeit, Abbau, Reaktivierung und politischer Instrumentalisierung des ambivalenten Timor Teutonorum. Denn die Ängste der Anderen können wiederum in Deutschland Angst stiften. Ein bemerkenswerter Beitrag zum jungen Forschungsgebiet der Geschichte der Emotionen!
Dr. Pierre-Frédéric Weber lehrt als Visiting Professor an der Universität zu Szczecin (Polen).
Neue Züricher Zeitung, 29.10.2015
Hier lesen Sie die gesamte Besprechung von Thomas Speckmann.

Der Tagesspiegel, 22.09.2015
"Weber entfaltet das Thema Angst als 'eine der europäischen Grundemotionen' historisch und soziologisch als ein Bündel von einander überlagernden Ängsten wie der expansionistischen 'Platzangst' vor Einkreisung oder Einschränkung durch mächtige Nachbarn [...] ."
Lesen Sie hier die vollständige Rezension von Hannes Schwenger.

Wiener Zeitung, 28.04.2015
Wolfgang Taus bezeichnet Pierre-Frédéric Webers "Timor Teutonorum" als "eine höchst interessante "Gefühlsgeschichte" eines sich wandelnden und zum Teil wiederkehrenden europäischen politischen Emotionsgeflechts".