Das Nachleben der Toten

Philosophie auf der Grenze

Erst kommt das Leben, dann der Tod, denken viele. Doch schon das Verweilen vor einem Grab eröffnet einen Dialog, der das Band zwischen dem Vergangenen und Gegenwärtigen spürbar werden lässt: Das Band der Kommunikation zwischen den Toten und den Lebenden scheint unzerreißbar. Der Tod – der eigene und der der anderen – ist eine Kategorie des Lebens, die jeden von uns zur Auseinandersetzung zwingt.
Das Buch von Jean-Pierre Wils ist seit langer Zeit der erste, großangelegte Versuch einer Lehre vom Tod, einer Thanatologie, die ein umfassendes Panorama entfaltet: Todesarten, Todesangst, Todeszeitpunkt werden zum Thema ebenso wie die Frage nach der Unsterblichkeit, dem angemessenen Trösten und den Riten der Bestattung. Angesichts des Todes kommt die Philosophie an ihre Grenze – darum holt der Autor der Philosophie eine „Weggefährtin auf der Erkundungsfahrt zum Tod“ an die Seite, nämlich die Literatur. So wird das Buch zu einem einmaligen Grenzgang zwischen Philosophie und Literatur, zwischen Reflexion und Narration, und beglaubigt den Satz von Saint-Exupéry: „Es wird aussehen, als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein.“

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Biographical Note

Jean-Pierre Wils ist Professor für Praktische Philosophie am Lehrstuhl für philosophische Ethik und Kulturphilosophie der Radboud Universität Nijmegen (Niederlande). Er betreibt grundlegende und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Beziehung zwischen Ethik und Religion. Er ist Autor der Bücher „Sterben. Zur Ethik der Euthanasie“ (Ferdinand Schöningh) und „Ars moriendi: Über das Sterben“ (Suhrkamp).

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